YACHT-Jugendtörn
Aus dem Logbuch geplaudert

Die Crew des ersten YACHT-Jugendtörns ist wieder zurück in Heiligenhafen – gut gelaunt trotz Starkwind und Regenschauern. Eindrücke von Bord

  • Nadine Timm
 • Publiziert am 15.08.2014

YACHT/Deike Schütte Auf der Kante der Dufour 40

Eine Woche waren sie unterwegs auf einer Dufour 40 von 1. Klasse Yachten in Heiligenhafen – fünf Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. Als Skipperin an Bord Deike Schütte, die als Instruktorin auch viele YACHT-Skippertrainings leitet. Die Ostsee bescherte ihnen reichlich Bewährungsproben, jede Menge Lernerfolge – und Spaß.

Aus dem Logbuch der "Hyde"

privat Unsere Skipperin Deike

Freitag: Am Anreisetag ist meine Crew fast komplett, noch bevor wir das Schiff übernehmen können. Doch die Mitarbeiter des Charterzentrums geben alles, damit wir die "Hyde" schnell übernehmen können. Dann beginnt das große Einräumen, dazu scheint die Sonne und auch ohne Anstrengung ist es in Shorts und T-Shirt schön warm. Für den Abend lädt uns 1.Klasse Yachten zu einem Grillabend ein. Sogar für meine Jungstruppe, die sonst kaum sattzukriegen ist, reicht die Fleischmenge aus. Eine schöne Gelegenheit, einander kennenzulernen.

Samstag: Der Sommer nimmt eine Auszeit diese Woche, es wird viel Wind geben und auch Regen ist reichlich angesagt. Es pfeift im Rigg und regnet, als wir nach Sicherheitseinweisung und kleiner Knotenkunde auslaufen. Erst steht Yachthandling unter Motor auf dem Programm, nachmittags geht es auf den Fehmarnsund zum Segeln. W 6 und ein guter Meter Welle können die Jungs nicht anfechten, es wird fleißig gekreuzt und später rauschen wir unter Genua zurück und legen in Orth an.

Sonntag: Die Sonne ist uns hold und mit SE4 beginnen wir die Reise nach Maasholm. Später frischt es auf E6 auf, sodass wir viele Meilen unter Schmetterling unterwegs sind. Zum Anleger haben wir dann 30 Knoten Wind, aber die Crew arbeitet super zusammen und wir legen die "Hyde" ganz entspannt rückwärts in die Box.

Montag: Sonderburg oder Dyvig-Bucht, das ist hier die Frage. Nach raumschots Rauschefahrt unter Genua bei SW 6-7 erreichen wir den Ausgang der Flensburger Förde. Sie erfreut uns mit auf NW drehendem Wind und kräftigen Schauerböen. In Sonderburg angekommen sind sich alle einig, dass es weitergehen soll, also ab durch die Brücke und dann dem uns folgenden Feld davongesegelt. Die Sonne lacht dazu. Die Dyvig-Bucht ist voll, aber mithilfe des netten Hafenmeisters finden wir trotzdem ein sehr ruhiges Plätzchen. Abends gehen einige Schauer und Gewitter über uns hinweg. Bei allen Manövern freue ich mich über die wachsende Kompetenz meiner Crew und ihr wachsendes Zusammenspiel.

Dienstag: Der Tag des Cumulunimbus, der Schauer- und Gewitterwolke. Gewaltig wachsen sie um uns herum in den Himmel und dennoch haben wir Glück. Zwar ist es ein sehr böiger Tag, aber Regen bekommen wir nur in homöopathischen Dosen ab. Der Weg nach Søby lässt sich so sehr angenehm segeln und am späten Nachmittag machen wir fröhlich fest.

Inzwischen ist die Crew samt der Dufour 40 wieder in Heiligenhafen zurück. Morgen startet der zweite YACHT-Jugendtörn, diesmal mit einer gemischten Crew – zwei Mädels, drei Jungs.

So haben die Teilnehmer den YACHT-Jugendtörn erlebt

Moritz (13): "Auf Seen segeln ist toll. Auf dem Meer segeln ist besser! Diese tolle Erfahrung habe ich in nur einer Woche gemacht. Es hat außerordentlich viel Spaß gemacht, zwischen den Ostseeinseln Deutschlands und Dänemarks mit einer tollen Crew zu segeln. Der Spaß wurde durch das besonders gute Wetter unterstützt. Starker Wind zum Segeln und Sonne zum Wohlfühlen. Und die einzelnen Gewitterböen sorgten für den nötigen Nervenkitzel. Es war eine sehr spannende, erholsame, nasse und spaßige Woche. Vielen Dank an unsere Skipperin, von der ich vieles Nützliches gelernt habe und auch vielen Dank an die YACHT und 1. Klasse Yachten für einen tollen Segeltörn."

Constantin (15): "Ich fand den Törn sehr gut. Man hat viel gelernt und auch die Mannschaft war sehr schön und auch wechselhaft. Der Wind und das Wetter waren sehr gut, man konnte nicht klagen. Im Großen und Ganzen war es ein sehr schöner Törn mit gutem Wetter und einer sehr schönen Segelkameradschaft."

YACHT/Deike Schütte Crew happy!

Kilian (15): "Ich persönlich fand, dass Segeln eine spaßige und entspannte Angelegenheit sein kann, wenn Skipper und Crew gut miteinander arbeiten, was mit Deike und den Jungs gut funktionierte. Ich selbst hatte vor dem Törn keinerlei Segelerfahrung, was aber kein Problem war, weil die Erklärungen gut waren und man in die Routine des Segelns verständlich eingeführt wurde. Neue Häfen kennenzulernen war ebenfalls eine spaßige Erfahrung. Aus diesen Gründen fand ich den Törn äußerst spaßig und eine angenehme neue Erfahrung, an die ich mich noch lange erinnern werde."

Philipp (17): "Die Woche war super! Ganz viel Wind und Sonne. Eigentlich war alles so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ganz viel segeln, egal bei welchem Wind und Wetter, eine super Skipperin, die immer eine Antwort wusste und eine ‘klare Kante‘ gefahren ist und das immer mit ‘nem guten Witz dabei. Obwohl ich schon viele Vorkenntnisse hatte, konnte ich viel mitnehmen aus der Woche: besonders die Hafenmanöver und den Umgang mit stressigen Situationen. Neu für mich war das Verhalten Anfängern gegenüber. Auch die Crew hat sich meiner Meinung nach gut zusammengefunden und am Ende super ergänzt. Abschließend kann ich nur sagen, dass ich so einen Törn sofort nochmal machen würde!"

Marius (15): "Als meine erste Segel-Erfahrung muss ich sagen, das es eine gute war. Nicht nur das die Mitmenschen auf dem Schiff sehr nett waren, sondern auch die ganze Atmosphäre war sehr locker und heiter. Bis auf das eine mal, mit der Seekrankheit, war alles schön. Alle waren hilfsbereit und haben, obwohl ich, wie ich zugeben muss, wenig hinbekommen habe, dennoch mit viel Geduld immer weiter geholfen.  Also insgesamt sehr gut :)"

Charterzentrum Wind!

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