Blauwasser

Auf der Route der Sklavenhändler

Anlässlich des 50. Jahrestags der Unabhängigkeit von Barbodos gibt es 2016 eine Transatlantikrally, die über Westafrika in die Karibik führt

Pascal Schürmann am 21.07.2015
Barbados 50

Aufbruch zur Transatlantikrally. Hier die Teilnehmer der Atlantic Odyssey 2014

"Barbados 50", so der offizielle Name der Veranstaltung, wird von niemand Geringerem organisiert als von der Langfahrt-Ikone Jimmy Cornell, der auch die ARC ins Leben rief. Nach einem symbolischen Start in London im Juli nächsten Jahres werden die Teilnehmer über verschiedene Häfen in Spanien und Portugal weiter nach Süden zunächst zu den Kanaren segeln.

In Erinnerung an die Historie des Inselstaates geht es danach an die Küste Westafrikas, nach Senegal und Gambia. Beide Staaten hatten einst eine wichtige Rolle bei der Besiedlung der karibischen Inseln inne.

Westafrika wird selten von Fahrtenseglern besucht. Die Stopps im Senegal und in Gambia eröffnen den Teilnehmern  der "Barbados 50" daher eine einzigartige Gelegenheit, das Naturschutzgebiet im Delta des Saloum River mit seinen unzähligen Wasservögeln zu erkunden. Die Hauptattraktion im Nachbarland ist eine Flussfahrt den Gambia hinauf. Dabei passiert man viele traditionelle Dörfer und kann an sicheren Ankerplätze inmitten weitgehend unberührter Natur Halt machen.

Nach einem Abstecher auf die Kapverden geht es schließlich über den Atlantik westwärts nach Barbados. Hier trifft die Flottille pünktlich zu den Feierlichkeiten ein, die am 30. November 2016 anlässlich des 50. Jahrestags der Unabhängigkeit von Barbados ihren Höhepunkt erreichen werden.

Barbados 50

Von London über die Kanaren nach Westafrika und dann via Kapverden gen Karibik: die Route der "Barbados 50"

Der Inselstaat wurde von spanischen Seefahrern erstmals im späten 15. Jahrhundert besucht und erschien auf ihren Seekarten im Jahr 1511. Ein englisches Schiff, die "Olive Blossom", erreichte Barbados im Jahr 1625. Im Namen von König James I nahmen die Engländer die Insel in Besitz. Nicht zuletzt aufgrund seiner östlichen Lage in der Karibik wurde Barbados drittgrößte englische Siedlung in Amerika. Lange lag die Insel auf der Route der Sklavenhändler. 

BesBoot Garcia 45 Exploration Aventura IV 2014 Porträtfotos Jimmy Cornell © YACHT:P.SchürmannIMG_1132

Jimmy Cornell

Im Jahr 1966 wurde Barbados unabhängig und Mitglied des Commonwealth. Heute zählt der Inselstaat knapp 300.000 Einwohner, die meisten haben afrikanische Vorfahren. Segler, die an der Veranstaltung Interesse haben, können die ganze Strecke buchen oder auch nur an Teiletappen teilnehmen. Barbados 50 wird von Cornell Sailing Events organisiert, einer britischen Firma, geführt von Jimmy Cornell, die spezialisiert ist auf Transatlantik- und Um-die-Welt-Segelrallys.

Pascal Schürmann am 21.07.2015

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