Kino-Premiere
Atlantikfieber in Altona: Ian Lipinski in der Nahaufnahme

Er ist ein Ausnahmesegler, hat das Mini-Transat zweimal gewonnen: Ian Lipinski wurde bei der Hamburg-Premiere des Films "Sillages" von Léa Rinaldi gefeiert

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 17.12.2019
Ian Lipinski und Jan Heinze Ian Lipinski und Jan Heinze Ian Lipinski und Jan Heinze

tati Ian Lipinski und Jan Heinze

Der Mann hat meerblaue Augen, die man so schnell nicht vergisst. Und die leuchteten am Montagabend bei der Deutschland-Premiere des Films "Sillages" in den Hamburger Zeise-Kinos im Scheinwerferlicht noch ein bisschen intensiver. Vor knapp 400 Zuschauern im ausverkauften Haus war der Mann aus Lorient, der das Mini-Transat zweimal gewinnen konnte, der Star des Abends. Und an seiner Seite strahlte die Pariser Filmemacherin und Produzentin Léa Rinaldi, die das sehenswerte Film-Porträt auf die Leinwand gebracht hat.

Sillages Kinoplakat zu "Sillages" – ein Film über das Mini-Transat und Segel-Ass Ian Lipinski. Der Ausnahmeskipper siegte beim Mini-Transat 2017 in der Proto-Wertung, 2015 bei den Serienbooten

Mini-Segler und "Atlantikfieber"-Autor Jan Heinze hatte das Duo und dessen außergewöhnliches Filmkunstwerk mit Unterstützung des Zeise-Geschäftsführers Matthias Elwardt und der YACHT in die Hansestadt geholt. Dort trafen sich die deutsche Mini-Szene, viele bekannte Segler aus Norddeutschland und neugierige Fans am Montag zum Kinogenuss kurz vor Weihnachten. Den Abend eröffnete Jan Heinze mit den beiden Machern auf der Bühne. Von dort aus erinnerte er bei der Vorstellung des französischen Duos auch noch einmal an den umjubelten dritten Platz von Morten Bogacki im Mini-Transat 2019. Für den Radiologen aus Eckernförde gab es vom Publikum viel Beifall.

tati Mini-Segler, Unternehmer und Filmfan Jan Heinze mit der Pariser Regisseurin Léa Rinaldi bei den After-Show-Drinks in Ottensen

Die 90-minütige Dokumentation zog die Zuschauer anschließend in ihren Bann. Sechs statt der ursprünglich geplanten eineinhalb Jahre hat Léa Rinaldi, die auch für ein gefeiertes Jim-Jarmusch-Filmporträt verantwortlich zeichnet, in die Entstehung des Films gesteckt. Sie begleitete Lipinski bei allen drei Teilnahmen am Transatlantik-Rennen für die nur 6,50 Meter langen Minis, deren Klasse Lipinski als historisch erfolgreichster Starter seinen Stempel aufgedrückt hat wie nie jemand vor ihm.

In Frankreich wird Lipinski für seine Segelkunst und die beiden Mini-Transat-Siege – erst in der Serienwertung, dann im Proto-Feld – bewundert und verehrt, jedes Schulkind kennt ihn dort. Léa Rinaldi ist es in mitreißender Weise gelungen, die emotionale Seite von Lipinskis Einsätzen einzufangen. Sie kam dem 38-jährigen und seinen Achterbahnfahrten durch alle Höhen und Tiefen dieses so puristischen wie an die persönlichen Grenzen und darüber hinaus gehenden extremen Solosegelns mit der Kamera so nah, wie es im Segelsport nur ganz selten gelingt. Die Zuschauer litten mit Lipinski und den weiteren Akteuren des Films, sie freuten sich mit den Einhandseglern und bekamen tiefe Einblicke in deren Seelenwelten.

Jochen Rieker Morten Bogacki (r.) und Tim Kröger: Der gefeierte Mini-Transat-Dritte dieses Jahres in der Proto-Wertung und der neue DSV-Mixed-Offshore-Coach waren unter den Premieren-Gästen der YACHT

tati Spendete die Erlöse aus dem Verkauf seines Mini-Klassikers "Atlantikfieber" an diesem Abend der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger: Unternehmer, Segler und Autor Jan Heinze

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