ARC

ARC 2001: Das Finale in St. Lucia

Es ist geschafft. 2678 Seemeilen liegen im Kielwasser der "La Luna"

Andreas Fritsch am 19.12.2001

Felix Seidel im Gespräch mit ARCern

Nach tagelanger Flaute musste die Crew zum Schluss mit Windstärken von bis zu 8 Beaufort kämpfen. Nach 18 Tagen ist der Zielhafen erreicht, Zeit für ein Resümee

Erck Rickmers, Skipper der

   Nach 18 Tagen fällt, im gut haltenden Sandgrund der Rodney Bay morgens um 3.47 Uhr, unser Anker. 2678 Seemeilen haben wir während unserer Reise zurückgelegt. Windstärken von 8 Beaufort mit Böen von bis zu 50 Knoten machten uns in den letzten zwölf Stunden noch zu schaffen. Trotz der Anstrengungen feierten wir unseren Landfall gebührend mit einem kleinen Feuerwerk und natürlich unserer Bordhymne. 

   Auf unserer Bavaria 47 vom Club Nautique gab es nur ein ernsthaftes Problem. Unser Spibaum weist Schäden am Lümmelbeschlag und an der Baumnock auf, wodurch wir unser Parasail beschädigten.

Spibeschlag der

   Ohne jegliche Beanstandungen am Schiff kam die Bavaria 42   "Makani" in St. Lucia an. Es war erste Atlantiküberquerung für den Skipper Felix Seidel gewesen. Sein Rezept für eine erfolgreiche Reise lag in einer defensiven Geschwindigkeit von 6 Knoten. Erst nachdem er die Hälfte der Strecke bewältigt hatte, gab er seine Zurückhaltung auf und erreichte danach Etmale um die 160 Seemeilen. In der Routenwahl vertraute er den Empfehlungen von Jimmy Cornell, indem er auf der traditionellen Passatroute die etwas längere Strecke segelte. 
   Skipper mit Regatta-Ambitionen mussten demgegenüber den kürzeren, aber windunsicheren Großkreis segeln. Erck Rickmers mit seiner "kleinen" 17,50 Meter langen "Little Dragon" zählte zu den Skippern, die sich zur Großkreisroute entschlossen hatten. Es war für den erfahrenen Segler die zweite Atlantiküberquerung. Zwei zersegelte Gennaker zählen für ihn zum normalen Verschleiß. Ernsthafte Sorgen hatte er allerdings mit einem verletzten Crewmitglied. Dank moderner Kommunikationstechnik konnte die Person abgeborgen werden und ist mittlerweile nach einer Operation in Hamburg wieder wohlauf.
   Den jetzt folgenden Partyrummel am Ende der ARC tauschen wir in den verbleibenden Tagen gegen eine der malerischen Badebuchten in St. Lucia.
   Abschließend können wir sagen, dass wir eine schöne Reise mit einer wirklich guten Crew hatten. Leichte Melancholie befällt uns angesichts der wenigen verbleibenden Tage. Den besten Trost hat jedoch der Skipper der "La Luna", da er im nächsten Jahr wieder die ARC offiziell mitsegelt.

Andreas Fritsch am 19.12.2001

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