KNRM

Anzahl der Rettungseinsätze gestiegen

Das niederländische Pendant zur Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, KNRM, hat die Bilanz für das Jahr 2011 veröffentlicht

Felix Keßler am 19.01.2012
KNRM vor den helder

Wilde See und gebrochener Mast? Die KNRM hilft

Holland in Not, könnte man meinen, wenn man die Übersicht der niederländischen Gesellschaft sieht: Die Gesamtzahl der Einsätze ist von 1880 im Jahr 2010 auf 1901 im Vorjahr 2011 angestiegen. Die Werte verhalten sich ähnlich wie bei der DGzRS. Die Anzahl der geretteten Menschen hingegen sank von 3356 Menschen 2010 auf 3299. Auf dem IJsselmeer wurden 476 Notfälle vermeldet, im Vorjahr waren es 459 gewesen.

Die häufigsten Ursachen waren, sofern bekannt:

  • In 453 Fällen Motorstörungen (2010: 471)
  • 256 Mal Navigationsfehler (2010: 257)
  • In 76 Fällen Probleme mit der Ruderanlage oder der Schraube (2010: 102)
  • In 103 Fällen Schäden an Rumpf oder Takelage (2010: 86)

Bemerkenswert ist, dass sich mit 452 Unglücken jedes vierte bei sechs oder mehr Windstärken ereignete. Im Jahr 2010 waren es noch 334 und damit 18 Prozent gewesen. Ein Drittel aller Notrufe ging bei Südwestwind ein. Besonders bei Winden aus dieser Richtung gilt das flache IJsselmeer wegen der kurzen, steilen Welle als berüchtigt. Mitte August wurde Südwestwind allein an einem Tag gleich drei Yachten zum Verhängnis, die YACHT berichtete (siehe Artikel unten).

Gesunkene Yacht vor Urk

Für die Yacht „Candida" kamen die Retter zu spät. Sie zerschellte vor Urk auf Leegerwall

Täglich wurden im Durchschnitt 5,2 Rettungsaktionen durchgeführt. Den Spitzenwert bildete das Himmelfahrtswochenende mit 34 Einsätzen pro Tag.

Gesunkenes Schiff vor Workum

Die gesunkene Yacht im aufgewühlten IJsselmeer vor Workum

www.knrm.nl

Felix Keßler am 19.01.2012

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