Förderaktion
„All hands!” bleibt in Erinnerung

Das Segelprojekt des Gymnasiums Bergschule aus Apolda ist durch die Initiative YACHT Youngsters gefördert worden – so lief der Törn

  • Uwe Janßen
 • Publiziert am 07.07.2011

Gymnasium Apolda Mitglieder des Segelprojekts auf dem Klüver der „Nobile”

Tausende Jugendliche hat die Aktion YACHT Youngsters schon aufs Wasser gebracht, und auch 2011 hatten sich wieder mehrere hundert Schulen um eines der Förderpakte im Wert von 1.000 Euro beworben. Diese Pakete bestehen aus Sach- und Finanzmitteln, die von Paten übernommen werden. Dazu zählten in diesem Jahr der Delius Klasing Verlag, Stammhaus der YACHT, der Ausrüster Compass sowie Yachtbau Schöchl.

Das Segelprojekt des Gymnasiums Bergschule in Apolda hat die Unterstützung für einen Törn auf dem Rennkutter „Nobile” verwendet. Der Bericht:

Das erste Segelprojekt unserer Schule, ermöglicht durch das Sponsoringpaket der Zeitschrift YACHT, war ein voller Erfolg. Nach einer langen Zugfahrt wurden wir am Freitag in Flensburg auf dem Rennkutter „Nobile“ begrüßt und bezogen unsere Kojen unter Deck.

Der Törn begann mit einem ersten gemeinsamen Frühstück, der Einteilung in verschiedene Arbeitsgruppen an Bord und der Sicherheitseinweisung. Gegen Mittag hieß es dann „Leinen los!“ und nur mit vereinten Kräften konnten wir das über 200 Quadratmeter umfassende Großsegel setzen. Ganz Mutige von uns trauten sich auch auf dem 36 Meter hohen Mast.

Bei den verschiedenen Segelmanövern entstand zunächst einige Verwirrung, die sich jedoch nach mehreren Wiederholungen lichtete. Nach einem abenteuerlichen Anlegemanöver begann der Wettbewerb um das leckerste Abendessen.

Gymnasium Apolda Der 38,50 Meter lange Rennkutter „Nobile”, gebaut 1919

Trotz zeitweiser Flaute kam keine Langeweile auf. Wir begrüßten z. B. unser Schwesterschiff „Roald Amundsen“ mit einer La-Ola, um sie später vom Schlauchboot aus mit Wasserbomben zu bewerfen. Da dieses „Manöver“ nicht allzu erfolgreich war, richtete sich der Angriff der Schlauchbootcrew plötzlich gegen die eigene Mannschaft an Bord der „Nobile“.

Außerdem ankerten wir mehrmals, was auch seine guten Seiten hatte, denn trotz nächtlicher Ankerwachen war auch Zeit, um leckere Brötchen zu backen und sich am Abend unerschrocken in die kalte Ostsee zu stürzen.
Bei stärkerem Wellengang erlebten einige wenige hautnah, was es bedeutet, seekrank zu sein.

Für unsere gute Teamarbeit aller Arbeitsgruppen an Bord wurden wir an unserem letzten Törntag mit ordentlichem Wind belohnt, sodass wir Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 8 Knoten erreichen konnten. Nach unserem viertägigen Segeltörn wird uns allen besonders der stetige Manöveraufruf „All hands!“ in Erinnerung bleiben.


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Themen: YACHT Youngsters

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