Langfahrt

Afrika achteraus! Die Positionen der Führenden

Pascal Schürmann am 12.09.2018

Während Georg Schimmelpfennig auf seiner "Hekla" nach anfänglichen Schwierigkeiten nun also offenbar guter Dinge ist, herrscht über einen anderen deutschen Einhandsegler weiterhin Unklarheit: Peter Conrad. Er war zunächst in Eckernförde zur Nonstop-Weltumsegelung gestartet. Dann, nach Wassereinbruch in der dänischen Südsee und anschließender Reparatur an Land, machte er sich ein zweites Mal von Cuxhaven aus auf den Weg.

Bei diesem zweiten Versuch kam er nur bis Borkum, da ihn ein Bandscheibenvorfall nahezu bewegungsunfähig machte. Inzwischen hat er sein Boot bis IJmuiden verholt. Zwischendurch ließ er verlauten, dass er sich bis nach England vortasten wolle, um von dort einen dritten Versuch zu starten – falls sein Rücken dies zulassen sollte.

Dies scheint aktuell der Fall zu sein. Jedenfalls hat Conrad nach mehrtägigem Stopp heute morgen IJmuiden für einen Probeschlag verlassen. Bis Ende des Monats will er sich Zeit für eine Entscheidung nehmen. Sollte er sich dann fit genug fühlen, geht er den dritten Versuch an; danach werde es zu spät. In diesem Fall will er seine "Timshal" voraussichtlich in Holland überwintern lassen und erst 2019 einen neuen Anlauf wagen.

Währenddessen führt Susanne Huber-Curphey weiterhin das Feld der Longue-Route-Segler an. Sie hat vor einigen Tagen Kapstadt passiert und segelt nun gen Australien. Mit inzwischen schon recht großem Abstand folgt der deutschen Einhandseglerin und deren "Nehaj" ebenfalls wie gehabt ihr Mann Tony Curphey auf seiner "Nicolas Deux". Weitere Longue-Route-Skipper, von denen allerdings einige schon Zwischenstopps eingelegt haben, stehen ebenfalls vor Kapstadt, andere befinden sich noch im Nord- und Südatlantik. 

Start GGR 2018

Die Teilnehmerschiffe des Golden Globe Race 2018 beim Start in Les Sables d'Olonne 

Dieses uneinheitliche Feld ist den Regularien dieser Veranstaltung geschuldet, die zu Ehren Bernhard Moitessiers und dessen Teilnahme am ersten Golden Globe Race vor 50 Jahren ins Leben gerufen worden war. Die Longue Route ist kein Rennen, alle Teilnehmer können ihren Startort selbst bestimmen. Er muss lediglich oberhalb einer bestimmten Breite liegen. Auch den Starttermin durfte jeder individuell für sich festlegen. Die Longue-Route-Skipper sind lediglich aufgerufen, "im Geiste Moitessiers" die Welt zu umsegeln.

Seite 3 / 4


Pascal Schürmann am 12.09.2018

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online