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Action auf der Alster

Zu den 16. Hamburg Summer Classics trafen sich über 50 klassische Jollen und Kielboote auf der Alster.

  • Martin-Sebastian Kreplin
 • Publiziert am 11.08.2008

Antje Kreplin Das Feld der teilnehmenden Boote war sehr unterschiedlich: vom Pirat bis zum Drachen segelte alles mit

Antje Kreplin Die Segler mussten mitunter mit kräftigen Böen kämpfen...

Antje Kreplin ...was nicht allen Seglern gelang

Freitag, 8. August: Wolken jagen über den Himmel, hin und wieder schaut die Sonne für kurze Zeit hervor — hochsommerliches Wetter sieht anders aus. Doch die 51 aus ganz Deutschland angereisten Crews lassen sich die Stimmung nicht verderben. Nur zu genau wissen sie: im vergangenen Jahr war es noch schlechter. Und so wird eine H-Jolle nach der nächsten, Rennjollen, Hansa-Jollen, Sharpies und Jollenkreuzer beim ausrichtenden Hamburger Segelclub (HSC) in das trübe Alsterwasser gekrant. Viele Teilnehmer sind bereits alte Hasen bei der jährlich im August stattfindenden Regatta, aber auch neue Gesichter mischen sich in den bunten Haufen von Holzboot-Eignern. Und alle werden am nächsten Vormittag mit perfekten Segelbedingungen belohnt. 4 Beaufort im Mittel, dazu immer wieder giftige Böen wehen aus West bis Südwest über die Alster, als der Ausrichter rund um Hilke und Horst Reuter den ersten Start für 13 Uhr ankündigt.
Traditionsgemäß wird dieser im Känguruh-Verfahren angeschossen. Dabei fährt das langsamste Schiff als erstes über die Linie, alle anderen folgen in nach Yardstick berechneten Abständen. Dann geht es — und auch das ist Tradition — kreuz und quer über die Alster, der Regattakurs mit seinen sieben Tonnen erinnert Ortsfremde mitunter eher an ein Strickmuster.
Nur wenige Schiffe ziehen an den Luvtonnen die Spinnaker, die meisten begnügen sich mit einem ausgebaumten Vorsegel, wenn sie es denn überhaupt um die Tonne schaffen. Schon in der ersten Wettfahrt kentern die ersten Jollen, am Sonntagnachmittag werden es insgesamt fünf sein. Alle anderen erleben fantastisches Segeln, eine Regatta, bei der nicht nur das Mitsegeln, sondern auch das Überholtwerden begeistert. Nicht häufig lassen sich 50, 60, 70 Jahre alte Schiffe in voller Gleitfahrt und in so großer Anzahl betrachten.
Am Ende der drei Wettfahrten hatte, wieder einmal, der Hamburger Segelmacher Frank Schönfeld die Nase vorn, er fuhr mit drei Siegen in drei Wettfahrten allen anderen in seinem Schwertzugvogel davon. Ob er dieses Traumresultat nach 2007 und 2008 auch ein drittes Mal erreichen kann, wird sich im kommenden Jahr zeigen. Wenn der HSC am zweiten Augustwochenende zu den 17. Hamburg Summer Classics einlädt.


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Themen: AlsterRegattaSummer Classics

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