Unwetter
Ab Donnerstag stürmt’s wieder gewaltig

Der DWD warnt vor Orkan, der zu den schwersten vergangener Jahre zählen könnte. Mit dem Unwetter ist auch der Wintereinbruch zu erwarten

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 03.12.2013

Pantenius Umgestürztes Schiff: eine Folge des Orkans "Christian"

Die Bilder des Orkans "Christian", der am 28. Oktober mit Windgeschwindigkeiten bis zu 180 km/h über Norddeutschland hinwegfegte, sind noch immer frisch. Nun warnen die Wetterdienste vor einem weiteren schweren Sturm, der ab Donnerstag den Norden queren soll.

Bereits ab dem frühen Vormittag ist laut DWD an der Küste mit Sturmböen zu rechnen, die bis zum Mittag Orkanstärke (Beaufort 12) erreichen und sich mit Stärke 10 bis ins nördliche Binnenland erstrecken. Gegen Nachmittag oder Abend soll dann zusätzlich Schneefall einsetzen. Bis zu zehn Zentimeter Neuschnee auch im Flachland. Außerdem ist mit Schneeverwehungen zu rechnen.

Am Freitag soll der Sturm anhalten und Windstärken zwischen Beaufort 10 (nördliches Binnenland) und Beaufort 11 (See) zu messen sein.

Bislang ist eine Orkanwarnung ausgegeben. Die möglichen Sturmwarnstufen für Donnerstag laufen dann im Einzelnen:

Emden: violett (Böen 110 bis 130 km/h, lokal Orkanböen über 130 km/h möglich)

Cuxhaven: violett (Böen 110 bis 130 km/h, lokal Orkanböen über 130 km/h möglich)

Hamburg: rot (Böen 90 - 110 km/h, lokal um 120 km/h möglich)

Flensburg: violett (Böen 110 bis 130 km/h, lokal Orkanböen um 140 km/h möglich)

Kiel: violett (Böen 110 bis 130 km/h, lokal Orkanböen um 140 km/h möglich)

Fehmarn: violett (Böen 110 bis 130 km/h, lokal Orkanböen um 140 km/h möglich)

Lübeck: rot (Böen 90 bis 110 km/h, lokal um 120 km/h möglich)

Rügen: violett (Böen 110 bis 130 km/h, lokal Orkanböen über 140 km/h möglich)

Reihenfolge: gelb – orange – rot – violett

Während Sturmtief "Christan" die norddeutsche Küste relativ unerwartet traf, sollten die Segler die verbleibende Zeit nun nutzen, um auf dem Schiff noch einmal nach dem Rechten zu sehen. Sollten Sturmschäden am Schiff nämlich durch unzureichende Absicherung entstehen, obwohl die Vorwarnzeit eigentlich ausreichend gewesen wäre, kann der Versicherungsschutz unter Umständen gefährdet sein.

Bei den zu erwartenden Windstärken stellen vor allem hohe, windanfällige Planenkonstruktionen über den Schiffen eine erhebliche Gefahr dar. Planen möglichst flach über das Schiff binden – oder im Zweifel für die Dauer des Sturms besser abnehmen. So kann vermieden werden, dass sich Planen im Orkan aufblasen und das Schiff wie ein Spinnaker wirkend vom Bock werfen. In dem Artikel "Von Christian verweht" in YACHT 24/2013 ist über die Hintergründe des letzten Orkantiefs zu lesen.


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Themen: KüsteOrkanOrkanwarnungSturmUnwetter

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