Abenteuer

80 Grad Nord

Mit der Expeditionsyacht "Southern Star" auf Törn in die urgewaltigen Fjorde Nordwest-Spitzbergens

Pascal Schürmann am 16.02.2010

Nur wenige Wochen im Jahr, während des kurzen arktischen Sommers, sind viele Gewässer rund um Spitzbergen überhaupt befahrbar. Vor allem die Fjorde im Norden stecken meist fest im Griff des Packeises. Nicht so im vergangenen Jahr.

Der Klimawandel hinterlässt seine Spuren. Im Norden grenzt der Spitzbergen-Archipel ans Nordpolarmeer — normalerweise befindet sich dort, ungefähr auf 80 Grad Nord, auch während des Sommers die Packeisgrenze. 2009 jedoch hatte sie sich rund 90 Seemeilen weiter nach Norden zurückgezogen.

Diese Gelegenheit ließ sich eine Gruppe Segler nicht entgehen. Sie erkundeten, ausgehend vom Isfjord, an Bord der französischen Yacht "Southern Star" nicht nur die Fjorde und Inseln im Westen Spitzbergens, wo längst auch viele Kreuzfahrtschiffe zahlende Touristen scharenweise hinbefördern. Die Segler rundeten auch das Nordkap der Insel, drangen in Regionen vor, in die sich nur selten Menschen verirren.

Es ist das Reich der Gletscher, Berge, Eisbären, Walrösser und Robben. Viele Gegenden sind bis heute nicht einmal verlässlich kartografiert. Dafür stößt man immer wieder auf Spuren früherer Zeiten, als Walfänger auf der Insel Station machten. Als man versuchte, Bodenschätze inmitten der rauen, kargen Natur abzubauen.

Es ist ein Törn weit abseits jeglicher Zivilisation. Wo das Wort Wildnis seine Berechtigung hat. Was man dabei erlebt, hat YACHT-Leser Harald Gridl dokumentiert. Seine Fotos und seine Beschreibungen entführen in ein Revier, welches das Prädikat "einzigartig" zurecht verdient. Seine Dokumentation ist jetzt nachzulesen in der neuen YACHT (Heft 5/2010, ab Mittwoch im Zeitschriftenhandel erhältlich).

Pascal Schürmann am 16.02.2010

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