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Dritter Anlauf für "Groupama 3"

Jules Verne Trophy: Maxi-Tri startet als Erster im Duell mit "Banque Populaire V" zum Rekordversuch nonstop um die Welt

(01.02.2010/af) Gestern Nachmittag ging plötzlich alles ganz schnell: Nachdem wochenlang kein einziges Wetterfenster für einen Start vor Brest für Franck Cammas und Crew in Sicht war, entschloss sich der französische Skipper sozusagen zum "Blitzstart". Um 15.53 Uhr ging der grüne Tri über die Startlinie.

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Bild vergrößern"Groupama 3" gestern beim Start vor Brest
© Team Groupama/
Kurz vor dem Start am Sonntag sagte Cammas noch, sie würden hoch pokern: "Das Wetterfenster ist nur zwei, drei Stunden lang offen, wir müssen am Montag Morgen die Biskaya hinter uns haben." Gelingt der Crew dieser Sprung, muss sie bei dann nachlassendem Wind noch den Anschluss zu einem kräftigen Tief über Madeira schaffen, dann wäre der Start geglückt.
Wie eng das Wetterfenster sein muss, belegt die Reaktion des Konkurrenz-Teams von "Banque Populaire V". Die Mannschaft von Pascal Bidégorry, die ebenfalls seit November in Brest auf ein gutes Wetterfenster zum Start wartet, sah sich nicht einmal genötigt, den Start auch nur zu erwägen. Der von vielen Fans der beiden derzeit schnellsten Offshore-Boote der Welt erhoffte Zweikampf, in dem beide zeitgleich starten, blieb also aus.
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Bislang scheint die Risikofreudigkeit von Cammas’ Team belohnt zu werden, heute Morgen um sieben hatten sie die Biskaya bereits passiert und waren in dem schwächer werdenden Wind noch mit 20 Knoten Fahrt unterwegs. Doch erst morgen früh wird sich zeigen, ob von einem verheißungsvollen Auftakt auszugehen ist.

Es ist der dritte Anlauf von Franck Cammas und Team, die schnellste Weltumsegelung zu schaffen, wofür sie die Marke von 50 Tagen und 16 Stunden ihres Landmanns Bruno Peyron brechen müssen. Peyron hatte die Bestmarke mit seinem Maxi-Kat "Orange II" 2005 aufgestellt. Bei beiden vorherigen Anläufen von Cammas musste "Groupama 3" wegen technischer Probleme abbrechen, beim ersten Mal war sogar ein kompletter Rumpf zerborsten und das Schiff gekentert. Im November war dem Team bereits auf dem Weg in den Southern Ocean die Struktur am achteren Backbord-Beam zerbrochen. Nach Reparaturen in Kapstadt und der Rückkehr zur Startlinie vor Brest war "Groupama 3" seit Anfang des Jahres wieder auf standby für den Rekord gegangen.

 
 
 

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