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Starklasse verbannt Trainer von der Ragattabahn

Vorstoß: Die neue Regel soll Kosten dämpfen und die Chancengleichheit erhöhen

(16.12.2009/lb) Eine Yacht soll keine Hilfe von Begleitbooten oder in anderer Form erhalten, sobald sie den Hafen verlassen hat und bis zum Ende der letzten Regatta des Tages. Diese neue Regel gilt ab 2010 für alle Kontinental- und Weltmeisterschaften der Star-Klasse.

Ausgenommen sind Notfälle oder nötiges Schleppen, wenn das durch den Veranstalter freigegeben und für alle Teilnehmer verfügbar ist.

„Hilfe von außen sollte beim Segeln verboten sein, egal ob diese Hilfe fünf Minuten oder 60 Minuten vor dem Start erfolgt“, sagt Alexander Hagen, Vizepräsident der internationalen Klassenvereinigung und ehemaliger Starboot-Weltmeister. Die neue Regelung sei ein großer Sieg für mehr Fairness auf der Regattabahn, da jetzt alle Teilnehmer unter gleichen Voraussetzungen in den Wettkampf treten könnten. Außerdem würden bis zu 50 Prozent Energie und Kosten eingespart, wenn eine Mannschaft ohne Coach, dessen Auto, Motorboot und Trailer anreist. „Wir müssen unseren Sport wirklich weiß machen“, so Hagen.

Das Abstimmungsverfahren für die neue Regel sei sehr langwierig gewesen. Die Mitglieder der Starklasse hätten bereits Ende 2008 zu 86 Prozent dafür gestimmt, dann jedoch setzte der Weltseglerverband Isaf die Regel für 2009 außer Kraft. Man wollte sie, so Hagen, auf der Isaf-Jahrestagung im November 2009 in Korea diskutieren, weil die Regel ein entscheidender Eingriff in die Art und Weise, wie olympischer Sport betrieben wird, sei. Auf dieser Tagung sei die Regel aber weder diskutiert, noch die Starklasse an den Tisch gebeten worden. Es habe lediglich geheißen, dass die Klassenregeln in Ordnung seien.

Damit tritt die Regel ab 2010 in Kraft.

Hagen ist sich sicher, dass die Regel auch in anderen Bootsklassen Schule machen wird, besonders Kielbooten. „Sie eignet sich besonders für unsinkbare Klassen, in denen kein nennenswertes Sicherheitsrisiko besteht“, so Hagen.

 
 
 

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