Saffier SE 37 Lounge

Zu Weihnachten ein Paket voller Überraschungen

Saffier Yachts in Holland baut an einem neuen, großen Boot mit Steuerständen direkt am Kajütschott. Es gibt erstmals auch eine Variante mit Schwenkkiel

Michael Good am 24.12.2016
Saffier 37 Lounge
Saffier Yachts

Saffier 37 Lounge 

Die Brüder Dennis und Dean Hennevanger haben bekanntermaßen einen Hang zum Besonderen. Jetzt machen sich die umtriebigen und innovativen Yachtbauer in IJmuiden das schönste Weihnachtsgeschenk gleich selbst – mit der öffentlichen Präsentation ihres jüngsten Projekts, Saffier SE 37 Lounge. Die ersten Bilder und Informationen wurden soeben auf der Webseite von Saffier Yachts publiziert.  

Es wird nicht nur das bisher größte, sondern auch das aufregendste Boot in der Firmengeschichte von Saffier Yachts werden. Als herausragende Besonderheit der Saffier SE 37 Lounge sind die beiden Steuerstände ganz am Kajütschott angebaut, das Außencockpit befindet sich dahinter. Das Layout hat in der Form Alleinstellungscharakter auf dem Markt. Bisher wagte sich noch niemand an eine solch spezielle Anordnung.

Saffier 37 Lounge

Saffier 37 Lounge 

Alle Schoten, Fallen und Trimmleinen werden unter Deck in die beiden zentralen Arbeits- und Steuerbereiche geführt. So kann der Rudergänger sämtliche Funktionen direkt bedienen (elektrisch oder manuell) und braucht seinen Platz nicht zu verlassen. Auch wird es verschiedene Optionen auf zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten im Cockpit geben. So kann der ganze Außenbereich mit einem faltbaren Bimini überdacht und die Steuerstände mit einer Sprayhood geschützt werden. Ein aufklappbarer Cockpittisch lässt sich bei Nichtgebrauch im Plichtboden versenken, und achtern steht eine große Liegefläche zum Sonnenbaden zur Verfügung. 

Die Idee und die Konstruktionspläne kommen wie immer von Dennis und Dean Hennevanger. Dem Konzept nach ist das Boot ein reinrassiger Daysailer, allerdings auch mit einer ausgeprägt sportlichen Seite. Dazu wird dem Boot ein hohes leistungsstarkes Aluminiumrigg von Seldén angebaut und ein schlanker, effizienter T-Kiel angehängt. Für die Flosse sind zwei Varianten mit 1,70 oder 2,10 Meter Tiefgang vorgesehen. Und erstmals überhaupt werden die Holländer jetzt auch ein Schiff in einer Variante mit Schwenkkiel anbieten. In dem Fall werden dem Boot zwei Ruderblätter angebaut. Trockenfallen im Tidengewässer soll damit problemlos möglich sein. 

Für noch mehr Potenzial wird das Schiff einen festen Bugspriet für Gennaker und Code Zero erhalten. Wahlweise wird man die Saffier SE 37 Lounge zudem entweder mit Selbstwendefock oder mit einer kurz überlappenden Genua (108 Prozent) ausstatten können.  

Saffier 37 Lounge

Saffier 37 Lounge 

Für eine weitere Überraschung sorgt auch der geplante Innenausbau, wobei die Hennevangers derzeit noch an den Details feilen. Vorgesehen ist eine großzügig gestaltete, aber offene Vorschiffskabine mit einem eigenen Toilettenbereich. Ungewöhnlicherweise ist im Salon eine lange, seitlich angebaute Pantryzeile geplant. Eine Sofakoje und eine Hundekoje auf der Backbordseite ergänzen das Wohnangebot unter Deck bis zu vier möglichen Schlafplätzen. 

Rumpf und Deck werden als GFK-Sandwichkonstruktion mit Schaumkern ausgeführt. Zur Motorisierung wird ein 3-Zylinder-Dieselmotor von Yanmar mit Saildrive eingebaut. Saffier Yachts in Holland arbeitet derzeit am Prototyp und hofft, bis zum Sommer 2017 erstmals damit segeln zu können. Eine erste Preisansage ist aber bereits erfolgt: 249.900 Euro, inklusive Segel und 19 Prozent Mehrwertsteuer. 

Saffier Yachts wird das Projekt allen Interessierten im Januar auf der Messe boot in Düsseldorf vorstellen. Dazu haben die Holländer nebst den Renderings und Plänen auch eine spannende 3D-Präsentation im Gepäck. Die Werft ist in Halle 15 vertreten, Stand B 24.

Fotostrecke: Saffier 37 Lounge

Technische Daten Saffier SE 37 Lounge
Lüa (Rumpflänge) 11,00 m
Gesamtlänge (inkl. Bugspriet) 12,00 m
LWL (Länge Wasserlinie)  10,00 m
Breite  3,45 m
Tiefgang / alternativ 1,70 / 2,10 m
Masthöhe über WL  16,00 m
Gewicht  4,8 t
Ballast / -anteil  2,05 t / 43 %
Großsegel  43,0 qm
Selbstwendefock  25,0 qm
Genua (108 %) 32,0 qm
Code Zero 93,0 qm
Gennaker  115,0 qm

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Michael Good am 24.12.2016

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