Grand Soleil GS 34 Performance

Wieder mehr Sport und Leistung, dafür weniger Luxus

Zurück zu den Wurzeln. Cantiere del Pardo in Italien bringt zum Sommer 2017 einen neuen Zehn-Meter-Racer für das ORCi- und IRC-Handicap

Michael Good am 14.05.2017
GS 34 Performance
Cantiere del Pardo

Eine Grand Soleil GS 34 gab es schon mal, in den siebziger und achtziger Jahren, konstruiert von Finot. Das schnelle Boot wurde mit mehr als 300 gebauten Einheiten zur einer echten Legende im internationalen Yachtsport. Jetzt wollen die umtriebigen Yachtbauer von Cantiere del Pardo in Forli an den einstigen Erfolg anknüpfen und präsentieren erste Zeichnungen für eine spannende, neue GS 34 Performance. Die Konstruktion kommt von Skyron, einer losen Kooperation von jungen Naval-Architekten und Konstrukteuren in Italien. In der Szene ist der Name allerdings (bisher) noch nicht bekannt. 

Die Werft stellt den neuen Typen als Performance-Cruiser vor, konzeptionell optimiert sowohl für das IRC- wie aber auch für das insbesondere an der Ostsee oder am Bodensee verbreitete ORCi-Handicap. Damit soll sich die GS 34 Performance als potenter Wettbewerber für Langstreckenwettfahrten Offshore sowie auch für kürzere Inshore-Rennen auf den Up-and-down-Kursen anbieten. Dazu soll der Käufer sein Boot auf seine persönlichen Wünsche abstimmen können. Wahlweise ist ein IRC-typischer Flossenkiel oder ein leistungsstarker T-Kiel für den ORCi-Ausgleich machbar. Das Boot kommt mit doppelten Ruderblättern und wird mit einer Pinne gesteuert, ohne Option auf ein Steuerrad oder zwei. 

GS 34 Performance

GS 34 Performance

Der Segelplan bleibt vermessungstechnisch gemäßigt, mit relativ wenig Ausstellung im Topp des Großsegels und einer 110 Prozent überlappenden Genua. Dazu wird ein 110 Quadratmeter großer Gennaker am 70 Zentimeter langen Bugspriet gefahren. Je nach Handicap kann die GS 34 Performance aber auch im Bereich vom Rigg beliebig weiter aufgerüstet werden, etwa mit einem Kohlefasermast anstelle des Standard-Aluprofils oder einem größeren Squarehead-Großsegel.

Gebaut werden der Rumpf und das Deck der GS 34 Performance als GFK-Sandwichkonstruktionen im Vakuum-Infusionsverfahren mit PVC-Schaumkern, biaxialen und unidirektionalen E-Glass-Geweben und Vinylesterharzen. Dazu wird dem Boot ein extern gebauter und mit Kohlefaser verstärkter Strongback in die Schale einlaminiert. Die Möbel für das Interieur sowie auch die Schottwände sind aus sehr leichten Komposit-Materialien gebaut. 

GS 34 Performance

GS 34 Performance 

Die GS 34 Performance soll sich aber nicht nur als reiner Racer präsentieren, sondern auch als tourentauglicher Sport-Cruiser. Der Innenausbau mit vielen Holzanteilen sieht zwei abgetrennte Doppelkabinen im Vor- und Achterschiff vor, dazu eine Nasszelle, eine Pantry sowie auch eine richtige Navigationsecke. 

Das erste Schiff vom Typ GS 34 Performance ist jetzt bei Cantiere del Pardo im Bau und soll schon ab Ende Juni 2017 von der Werft Leistungstests unterzogen werden. Eine erste Preisansage der Werft beläuft sich auf 165.400 Euro brutto, ohne Segel. 

Die Webseite der Werft 

Technische Daten GS 34 Performance
Konstrukteur Skyron/Cantiere del Pardo
CE-Entwurfskategorie A
Lüa (Rumpflänge) 10,00 m
Breite  3,60 m
Tiefgang  2,18 m
Gewicht  4,9 t
Ballast/-anteil  2,2 t / 45 % 
Großsegel 40,0 qm
Genua (110 %) 31,0 qm
Gennaker 110,0 qm
Michael Good am 14.05.2017

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