Boot Düsseldorf 2017

Premieren 7: Alleskönnerin aus Frankreich

Die Werft Latitude 46 erweitert ihr Angebot um einen vielseitigen Küstenkreuzer. Die Tofinou 10.c kann man mit Fest- oder mit Schwenkkiel bestellen

Michael Good am 27.01.2017
Tofinou 10.c
YACHT / M. Strauch

Der Name Tofinou steht stellvertretend für das moderne Daysailing-Konzept. Die Yachtbauer von Latitude 46 in La Rochelle verfügen mit aktuell fünf Typen zwischen 7 und 16 Metern über ein außerordentlich breites Spektrum von Booten dieser Gattung. Bekannt sind die Tofinous durch ihre schönen, retroklassischen Rümpfe und durch die vielen Holzanteile an Deck. 

Die neue Tofinou 10.c übernimmt den Spirit der beliebten Reihe und gliedert sich auch optisch unverkennbar in die Werftlinie mit ein. Doch ihr Konzept ist ein anderes. Das neue Boot ist deutlich voluminöser in seinen Dimensionen, bietet mehr Platz unter Deck für komfortables Wohnen und mehr Bewegungsfreiheiten auch im Cockpit. Als Weekender oder Küstenkreuzer soll die Tofinou 10.c jetzt den Anfang in ein zweites Programm von Tofinou markieren. 

Tofinou 10.c

Tofinou 10.c: Klassisches Daysailer-Layout im Cockpit. Dank der zentralen Anordnung ist das Boot einhandtauglich

Die Konstruktion von Joubert-Nivelt kommt mit doppelten Ruderblättern, dazu können die Kunden wählen zwischen einem Festkiel mit 2,00 Meter Tiefgang und einem hydraulisch aufholbaren Schwenkkiel, mit dem sich der Tiefgang von maximal 2,35 auf 1,00 Meter reduzieren lässt. Auch soll die Schwenkkiel-Version in Tidengewässern trockenfallen können. Varianz ist zudem für die Steuerung geboten. Anstelle der Ruderpinne ist auf Wunsch ein großes, zentrales Steuerrad machbar. Fallen, Schoten und Trimmleinen sind ausnahmslos unter Deck bis auf zwei Winschenpodeste im Cockpit zurückgeführt. Zusammen mit der Standard-Selbstwendefock wird die Tofinou 10.c somit uneingeschränkt einhandtauglich sein.

Unter Deck überzeugt die vielseitige Französin mit einem sehr schön gefertigten und hochwertig anmutenden Innenausbau. Das geräumige Vorschiff ist offen gehalten, also ohne die trennende Schottwand zum Salon. Damit die Zugänglichkeiten in die Kojen gewährt sind, lässt sich der Salontisch über eine ausgeklügelte Mechanik sehr einfach nach vorn oder nach hinten verschieben. 

Das Achterschiff bietet nochmals eine großzügig eingeplante Doppelkoje, und die Kabine ist zum Salon abgetrennt. Guten Komfort bietet auch der große Toilettenraum mit Duschoption. Durch die Nasszelle ist zudem die riesige Backskiste im Achterschiff direkt erreichbar. Über mangelnden Stauraum braucht man sich auf einer Tofinou 10.c wahrlich nicht zu beklagen. 

Fotostrecke: Tofinou 10.c

Das Boot aus Frankreich wird ab Werft mit einer 20-PS-Einbaumaschine von Yanmar bestückt. Die Festkiel-Version erhält einen Saildrive, die Schwenkkiel-Variante einen Wellenantrieb zum Trockenfallen. Preislich geben sich die Yachtbauer von Latitude auch mit dem jüngsten Modell ziemlich selbstbewusst. 260.000 Euro (inkl. 19 Prozent Mehrwertsteuer) kostet die Tofinou 10.c in der Basisversion mit Festkiel und Pinnensteuerung. Für einen einfachen Satz Segel (Groß und Fock) kommen nochmals knapp 12.000 Euro obendrauf.  

Auf der Messe boot in Düsseldorf ist die schöne und interessante Tofinou 10.c noch bis Sonntag als Premiere zu besichtigen, in Halle 16, Stand C 38. 

Technische Daten Tofinou 10.c
Lüa (Rumpfänge) 9,90 m
Breite 3,40 m
Tiefgang mit Festkiel 2,00 m
Tiefgang mit Schwenkkiel 1,00–2,35 m
Gewicht  4,2 t 
Segelfläche am Wind  65,2 qm
Michael Good am 27.01.2017

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