Interboot-Premieren I

Pointer 22: Auf den Punkt gebracht

Spannende Weltpremiere auf der Interboot in Friedrichshafen. Die Jachtwerf Heeg aus Holland zeigt ihre neue, kleine Alleskönnerin

Michael Good am 26.09.2017
Pointer 22
YACHT / M. Good

Werftchef Geert Wijma weiß selbst nicht so ganz genau, wie er sein jüngstes Kind umschreiben und wo er es einsortieren soll. Tatsächlich ist das äußerst vielseitige und wandelbare Konzept nur schwer zu kategorisieren. Die Bezeichnung als "sportlicher Kleinkreuzer" würde das Gesamtpaket wohl am besten umschreiben. Klein, leicht, trailerbar und sowohl für Einsteiger wie auch für ambitionierte Regattasegler interessant, kann die Pointer 22 konzeptionell interessante Brücken schlagen. Erst vor wenigen Tagen fertig geworden, steht der Prototyp, die Baunummer eins, jetzt als Weltneuheit auf der Messe Interboot in Friedrichshafen. 

Als kleine Schwester der Pointer 25 (Test in YACHT 6/2015) kommt das neue Schiff aus der Jachtwerf Heeg mit einem schwenkbaren Ballastschwert mit einem Gewicht von 180 Kilogramm. Die Flosse hat einen Kern aus rostfreiem Stahl und wird in einer Form profiliert. Und, das Schwert lässt sich komplett in den Rumpf einziehen. Dazu stecken die beiden Ruderblätter aus Aluminium in hinten angehängten Ruderköpfen und können mit einem Handgriff aufgeholt werden. So können die Segler auf der Pointer 22 den Tiefgang von maximal 1,10 Meter auf nur 30 Zentimeter reduzierten. Damit lässt sich die segelfertig nur 750 Kilogramm schwere Holländerin problemlos auf dem Trailer transportieren und zudem über jede Rampe slippen. Ein Kran zum Ein- und Auswassern ist unnötig. Auch kann man den auf dem Kajütaufbau stehenden Aluminium-Mast von Selden über ein Scharnier am Mastuß von Hand stellen. Eine Jüttvorrichtung wäre als Option überdies erhältlich. 

Ambitionierte Sportsegler können die Konstruktion von Peter Boosgraaf auch mit einem Kohlefaserrigg und Laminatsegeln bestellen. Dazu sind wahlweise ein Gennaker oder ein rollbarer Code Zero erhältlich. Die zusätzlichen Segel werden an einem fest angebauten Bugspriet aus Edelstahl mit Wasserstag gefahren. Wer gerne und oft alleine segelt, kann die Pointer 22 auch mit einer Selbstwendefock kriegen. 

Fotostrecke: Interboot Premiere Pointer 22

Ein einfacher Ausbau unter Deck erlaubt es, mit bis zu vier Personen auf dem Schiff zu übernachten. Ein kleines Pantry-Modul mit Kühlfach sowie ein Chemie-WC sind als Extras erhältlich. Auch bezüglich des Stylings und der Farbwahl an und unter Deck haben die Kunden freie Wahl. Zur Motorisierung kommt ein Außenborder (Benzin oder Elektro) oder ein elektrischer Pod-Antrieb (eingebaut mit Saildrive) in Frage. In der Grundausstattung kostet die kleiner Pointer 32.000 Euro, inklusive 19 % Mehrwertsteuer. 

Die vielseitige und spannende Pointer 22 ist noch bis zum Sonntag, 1. Oktober, auf der Messe Interboot in Friedrichshafen zu sehen, Halle A1, Stand 303

Technische Daten Pointer 22
Lüa (Rumpflänge) 6,50 m
Breite  2,20 m
Tiefgang (Hubkiel)  0,30–1,10 m
Gewicht segelklar  750 kg
Ballast/-anteil Hubkiel 180 kg / 24 %
Masthöhe über Wasserlinie 8,80 m
Großsegel  14,0 qm
Genua 9,0 qm
Gennaker  28,0 qm
Motorisierung  Einbau elektr. od. Außenborder

Fotostrecke aus dem Test Pointer 25

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Michael Good am 26.09.2017

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