Fountaine Pajot

New 42: reizvolle Größe für ein wichtiges Marktsegment

Der Saona 47 hat mit einem durchdachten Konzept vorgelegt. Jetzt folgt ein noch namenloser, kleiner Bruder nach. Die Weltpremiere findet schon im April statt

Michael Good am 30.01.2018
Fountaine Pajot New 42
Fountaine Pajot

Aus Tradition machen es die Katamaranbauer von Fountaine Pajot bei der Vorstellung neuer Projekte immer spannend. So auch für den neuen 42-Fußer, der jetzt auf der Messe in Düsseldorf erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden ist. Einen Namen gibt es bis zum Stapellauf des ersten fertigen Schiffs nicht, sondern nur einen Arbeitstitel: "New 42". Damit aktualisiert die Werft in Aigrefeuille das Programm im unteren Längensegment zwischen dem Lucia 40 (Test in YACHT 16/16) und dem Helia 44 Evolution (YACHT 3/13).

Optisch und konzeptionell lehnt sich der neue 42-Fußer aber sehr dicht an seinen größeren Bruder Saona 47 an, welcher erst im Frühjahr des letzten Jahres vorgestellt wurde (Test in YACHT 10/2017). Im wesentlichen Unterschied zeigt das neue und kleinere Schiff jetzt aber keine Sitzgruppe mehr auf der Flybridge, sondern nur noch Sonnenliegen auf dem Oberdeck. Ansonsten gibt es nur wenig Änderungen an Deck. Der Steuerstand liegt auch beim neuen Kat seitlich erhöht, und als Option bleibt die achtern absenkbare Badeplattform erhalten, auf der auch das Dingi gestaut werden kann. Diese hatte Fountaine Pajot mit der größeren Saona 47 als Neuheit für Segelkatamarane vorgestellt und damit einen echten Trend ausgelöst. Auch die Wettbewerber von Lagoon und Leopard bieten mittlerweile elektrisch oder hydraulisch absenkbare Badebühnen an.

Beim Rigg übernimmt der New 42 ebenfalls das Konzept des Saona 47. Am vergleichsweise hohen Mast mit zwei nach hinten gepfeilten Salingen wird ein eher schlankes, dafür im Topp stark ausgestelltes Großsegel gefahren. Und die Genua bleibt überlappend, eine Selbstwendefock ist auch als Option nicht vorgesehen. Für effizientes Trimmen des Großsegels ist ein langer Traveller hinten auf das feste Bimini gebaut. Alle Schoten, Fallen, Reff- und Trimmleinen werden über Deck bis direkt zum Steuerstand auf eine Batterie von Winschen geführt, die man auch mit elektrischen Antrieben bekommen kann.

Fotostrecke: Fountaine Pajot New 42

Wie üblich in der Längenklasse sieht der Ausbau in den Rümpfen zwei Varianten vor. Die Eignerversion "Maestro"  kommt mit einer großen und exklusiven Suite im Steuerbordrumpf mit eigener Nasszelle und abgetrenntem Duschbereich im Vorschiff. Im Backbordrumpf sind konventionell zwei Kabinen eingebaut. Die Variante "Quatuor" bietet sich mit insgesamt vier Doppelkabinen mit jeweils eigenem Bad eher für den Chartermarkt an. Spannend: Für die beiden Nasszellen lässt sich zusätzlich ein abgetrennter Duschbereich dazwischen kombinieren. Dieser kann wahlweise aus einer der beiden Toilettenräumen oder auch aus beiden zugänglich sein. Dank den fülligen Rümpfen im Vorschiffsbereich können die vorderen Kojen auch von zwei Personen belegt werden. Die Breite der Liegeflächen wird von der Werft mit 1,60 Metern angegeben. 

Einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer werden für die Basisausführung des New 42 von Fountaine Pajot 410.550 Euro verlangt, inklusive der Segel. Die französische Werft plant, den New 42 schon auf der Mehrrumpf-Messe "Salon International du Multicoque" vom 18. bis zum 22. April im südfranzösischen La Grande Motte zu präsentieren und dann auch den endgültigen Namen zu nennen. 

Technische Daten Fountaine Pajot New 42
Konstrukteur Berret Racoupeau Yacht Design
Interior Design Racoupeau Design 
Lüa (Rumpflängen) 12,58 m
Breite  7,20 m
Gewicht (leer) 11,5 t
Tiefgang  1,25 m
Großsegel  65,0 qm
Genua  41,0 qm
Motorisierung (Std.) 2 x 30 PS 
Kapazität Treibstoff  470 l
Kapazität Frischwasser 2 x 350 l

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Michael Good am 30.01.2018

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