POGO 40 S3

Neue Pogo Class 40 im Bau

29.05.2013 Jochen Rieker, Fotos: Pogo Structures - Spannender Entwurf von Finot-Conq: Ein Hochsee-Racer als Basis für Amateure wie Profis – Startpreis 300.000 Euro – Ab Herbst lieferbar

Die neue Pogo 40 S3 von Verdier
Fotograf: © Pogo Structures

Die neue Pogo 40 S3 von Verdier

Pogo Structures hat die Class 40 mitbegründet. Die Werft in der Bretagne war von Beginn an Trendsetter. Von ihrem ersten Boot, der 2005 vorgestellten Ur-Pogo 40, wurden fast 50 Stück gebaut. Ein unerreichter Erfolg, der vielfach sportlich untermauert wurde – unter anderem durch den Sieg in der Route du Rhum 2006. Auch die S2 reüssierte international, zuletzt 2012 mit Platz eins im Québec-St.-Malo-Rennen gegen starke Konkurrenz.

Die neue Pogo 40 S3 von Verdier
Fotograf: © Pogo Structures

Flaches Heck, schmale Wasserlinie

Jetzt steht erneut ein Modellwechsel bevor. 

Vorige Woche wurde in der Werft in Combrit, nahe dem idyllischen Hafenstädtchen Sainte Marine, der hölzerne Positivkern für die spätere Form der Pogo 40 S3 gehobelt und verschliffen. Der Entwuf stammt von Finot-Conq, den langjährigen Haus-Konstrukteuren. 

Das Boot ist radikal reduziert und optimiert. Vieles erinnert an die aktuellen Entwürfe der Open 60: extrem niedriger Freibord und stark eingezogene Wasserlinie achtern, ausgeprägter Deckssprung mit eingezogenen Flanken, harte Kimmkanten, wuchtiger Steven für maximalen Auftrieb im Bugbereich. Nur der Aufbau blieb nahezu unverändert gegenüber der S2.

Die neue Pogo 40 S3 von Verdier
Fotograf: © Pogo Structures

Nur der Aufbau blieb unverändert


Damit nimmt Pogo die Entwicklungen auf, die unter anderem Jörg Riechers' "Mare" bereits voriges Jahr umgesetzt hatte und die auch andere Class-40-Designs wie das von Farr auszeichnen.

Allerdings bleibt die S3 vergleichsweise günstig. Während ausgereizte Konstruktionen bis zu 600.000 Euro kosten, verlangt Structures für das neue Schiff in der Grundausstattung gerade mal die Hälfte: 297.500 Euro.

Es ist der Versuch, die Klasse für die sogenannten "Owner/Driver", Amateure ohne Sponsoring-Budgets, attraktiv zu halten, die ohnehin das Gros der Starter ausmachen und sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr an den Rand gedrängt fühlten von Profiseglern.

Vertriebschef Charly Fehrnbach betonte gegenüber YACHT online das duale Konzept: "Die neue Pogo kann ein Einstiegsboot in die Class 40 sein, aber als Semi-Custom auch zum Siegerschiff spezifiziert werden." Den Leistungszuwachs gegenüber der Vorgängerversion bezifferte er auf 15 Prozent. Bau-Nummer 1 soll im September/Oktober zu Wasser gehen. 

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