Messeneuheiten

Hiswa-Premieren 3: Domani Sportyacht S 28

Ein neuer Daysailer liegt am Steg. Das ist zunächst nichts Besonderes, mag der Messebesucher denken. Die Domani aber macht sehr viel richtig

Alexander Worms am 04.09.2017
Domani Sportyacht S 28 Hiswa te water 2017
A. Worms

Natürlich: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber diese kleine Yacht sieht genauso aus, wie sich viele wohl einen Daysailer erster Güte vorstellen: riesiges Cockpit mit enormen Liegeflächen, kleiner Kajütaufbau, große Flächen und spannende, ja aufregende Linien mit negativem Deckssprung. Das sorgt für einen auffallenden Auftritt. Begonnen hat das Projekt dann auch mit der berühmten Skizze auf der Serviette und ist von dort mit teaminterner Erfahrung aus dem Automotivebereich fortgeführt worden.

Designer Peter Bosgraaf, der auch schon für Saffier tätig war, entwickelte das Konzept weiter zu dem, was da auf der Hiswa nun schwimmt. Gebaut wird die Serie bei den Kompositexperten von Zaadnoordijk, die unter anderem die für ihre gute Verarbeitung bekannten C-Yachten, ehemals Compromis, bauen. Das Paket also stimmt schon mal.

Fotostrecke: Domani Sportyacht S 28 Hiswa te Water 2017

Der Prototyp, der auf der Messe liegt, diente als Versuchsplattform. Zwei Jahre sind die Macher mit dem neun Meter langen Schiff schon auf dem Wasser gewesen, haben Kielvarianten und Deckslayout getestet und verändert, sowie den E-Antrieb optimiert. Herausgekommen ist ein fertiges Boot, mit dem man sich nun in die Öffentlichkeit begibt.

An Deck ist klar, dass sich alles um das Thema Cockpit dreht – groß(zügig), mit Pinne und vielen Liegeflächen; davor schließt der Kajütaufbau an, der mit seinen elliptischen Formen und ins Süll auslaufenden Seitenwänden sowie einer geschickten Farbkombination der Gesamterscheinung ein optisches i-Tüpfelchen aufsetzt. Schade nur, dass Fallen und Strecker sowie die Hebelklemmen wenig ansehnlich auf dem Kajütdach thronen. Der derzeit etwas unpassend auf dem Vordeck lagernde Gennakerbaum wird ab der Baunummer 2 durch ein fest montiertes Carbonpendant abgelöst, was der gesamten Erscheinung sicher zugutekommt.

Unter Deck zeigt sich die geringe Breite von nur 2,40 Metern. Neben Tisch und durchgestecktem Mast ist es etwas beengt. Nun steht Raum unter Deck nicht an erster Stelle eines Lastenheftes für Daysailer und Kojen für zwei, ein WC (auf Wunsch) und Kühlschrank sind da. Wer viel unter Deck sein will, wird ohnehin nicht nach einem Daysailer suchen.

Ein stimmiges Gesamtpaket also, das ebenso spannend eingepreist wurde: 86.000 Euro werden inklusive 21 Prozent NL-Mehrwertsteuer aufgerufen. Das ist im Vergleich zum Wettbewerb wirklich attraktiv.

Alexander Worms am 04.09.2017

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