Messeneuheiten

Hiswa-Premieren 2: Jeanneau Sun Odyssey 319

Wenn ein großer Hersteller ein kleines Boot präsentiert, ist das immer spannend. Denn mit Einstiegsmodellen führt man Kunden an die Marke heran. Mit Erfolg?

Alexander Worms am 03.09.2017
Jeanneau 319 Hiswa 2017
A. Worms

Die Großen entdecken das Kleinsein wieder. Dufour hat die 310, Hanse die 315, und Jeanneau bringt jetzt die 319. Die ist so neu, dass der Holland-Händler Nautisch Kwartier aus Stavoren, der den Messestand betreibt, nicht mal eine Options- oder Preisliste hat. Nur der Einstiegspreis war im letzten Moment den Franzosen von der Werft zu entlocken: 86.600 Euro inklusive 21-Prozent-NL-Mehrwertsteuer soll die über alles 9,44 Meter messende Yacht kosten.

Fotostrecke: Jeanneau 319 Hiswa te water 2017

Die Neue selbst zeigt Erwartbares: alles da, was maximal vier Leute an Bord benötigen. Zwei ordentliche Kammern, ein WC-Raum und der Salon samt Pantry und Navitisch – das ist ordentlich. Gesteuert wird an einem einzelnen Rad, das auf zwei Blätter wirkt. Das Rad ist kleiner, als es sein könnte. So lässt es sich besser an ihm vorbeigehen, aber weniger gut vom Süll aus steuern. Die Stauräume sind erstaunlich üppig, an wie unter Deck. Und am festen Bugspriet lassen sich Anker und asymmetrisches Vorsegel bestens handhaben. Ebenfalls riesig im Verhältnis zum Schiff sind die Rumpf- und Aufbaufenster, die Licht ins Innere der an sich schon hellen Kajüte bringen.

Für Stehhöhe und Raumgefühl sorgt der sehr hohe Kajütaufbau. Das muss nicht jedem gefallen, praktisch ist es allemal. Die Jeanneau macht vieles richtig, ist ein solides Angebot. Hübsche Kleinigkeiten, mit denen man sich von der Konkurrenz absetzen könnte, fehlen der Baunummer 1 jedoch noch. Gerade im Einstiegsbereich wäre das wichtig.

Alexander Worms am 03.09.2017

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