Messeneuheiten

Hiswa-Premieren 1: Hanse 388 und 418

Gleich im Doppelpack überarbeiten die Greifswalder ihre Mittelklasse. Die Neuerungen stecken im Detail, jedoch kommen die Schiffe nun deutlich wertiger daher

Alexander Worms am 02.09.2017
Hanse 388 und 418
A. Worms

Neue Scharniere an den Schapps, breite Backen über den Achterkammern, USB-Ports in allen Lampen, neue Hölzer für das Interieur jetzt auch am sonst bei Hanse weißen Hauptschott, Rumpffenster, größere Luken an Deck, teils aus kratzfestem Echtglas, klappbare Steuermannssitze und ein neuer Anker/Bugbeschlag – viel mehr ist es nicht. Der Rumpf bleibt jeweils der alte, wenngleich nur noch L-Kiele erhältlich sind, die T-Anhänge werden eingemottet. Ach ja, mehr Segelfläche bringen die Schiffe auch mit. Das sei, so die Werft, dem Wunsch der Kunden nach mehr Sportlichkeit geschuldet.

Viel Schall und Rauch also? Mitnichten, denn die Veränderungen sind geschickt gewählt, eliminieren die kleinen Ärgerlichkeiten an Bord. Wer hat sich nicht schon mal den Kopf gestoßen in der Achterkammer beim Anziehen? Wer fummelt gern an der Aufstellfeder des Kartentischs herum? Wer kennt nicht den ewigen Kampf um die USB-Ports zum Aufladen der Smartphones? Oder wem ist noch nicht das billige Plastikfangband am Schappdeckel abgerissen? Das alles gehört der Vergangenheit an. Ob man da gleich ein neues Modell draus machen muss? Ja, denn so ist das heute. Sieht etwas anders aus, hat neue Features, das reicht. Und die Veränderungen bewirken auch in Summe derart viel, dass die Werft zurecht neue Modelle daraus macht.

Den Messebesuchern gefällt's, die Nachfrage ist da. Hell ist es unten, das muss heute so sein. Was sonst noch auffällt? Der Niedergang ist schön flach, die Treppe wahrlich keine Leiter, eher schreitet man in den Salon hinab. Der wirkt großzügig, das ausziehbare Barfach unter dem Tisch gefällt, wirkt jedoch ein wenig fragil. In den Kammern gibt es große Stehflächen, sodass man sich dort problemlos umziehen kann – nicht unwichtig im Chartereinsatz. Die Aufteilung der beiden Yachten auf der Messe ist identisch, die 418 hat überall das kleine Bisschen mehr, egal ob in den Kammern, im Salon oder in der Nasszelle.

Fotostrecke: Hanse 388 und 418 auf Hiswa te water 2017

Im Cockpit fällt auf, dass nun zwei große Klappen einen Stauraum im Heck freigeben. Die Kisten über den Achterkammern sind zu klein für Fender und Leinen. So allerdings muss die Crew ins Heck und dabei ins Reich des Rudergängers eindringen, um an die Gummiabstandshalter zu gelangen.

Die 388 in der auf der Messe gezeigten Ausstattung ist ab 139.828 Euro inklusive 21 Prozent Mehrwertsteuer erhältlich, bei der 418 geht es ab 176.513 Euro los. Zu sehen sind die Yachten für Kurzentschlossene noch bis Sonntag auf der Hiswa te water in Amsterdam.

Alexander Worms am 02.09.2017

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online