HH 42

Heiße Ware von Hakes Marine

Judel/Vrolijk bringt einen neuen Racer in der stark umkämpften 40-Fuß-Klasse auf den Markt. Baunummer 1 geht im März nach England

Bendix Hügelmann am 11.12.2012
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Keep it simple: Grinder im Heck, kaum Aufregung an Deck, alles an seinem Platz

Mit der Hakes 42 präsentiert das taufrische Brokerage-Büro der Bremerhavener Konstruktionsschmiede Judel/ Vrolijk eine neue Rennyacht, die in Kleinserie bei Hakes-Marine in China gebaut wird. 

Das schnörkellose Design knüpft auf den ersten Eindruck nahtlos an aktuelle Entwicklungen aus dem High-Performance-Bereich an: Im Kern zwar deutlich an das IRC-Vermessungssystem angelehnt, soll die Basis der Hakes 42 so gute Grundeigenschaften haben, dass durch Modifikationen von Anhängen und Rigg auf lokale Wind- und Flottengegebenheiten reagiert werden kann.

Ermöglicht wird diese Vielseitigkeit nicht nur durch eine intensive Auseinandersetzung mit den gängigen Vermessungssystemen IRC, ORCi und ORR. Der Rumpf ist vielmehr ein Ergebnis der Auswertung dreier Geschwindigkeitsvorhersage-Programme (VPPs), die im Vorfeld wiederum mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Modellen gefüttert wurden. Stärken und Schwächen des neuen Designs im jeweiligen Vermessungssystem konnten auf diesem Weg genaustens analysiert werden. 

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Das Boot soll sowohl für Langstrecken als auch für Up&Downs tauglich sein. Eine Radsteuerung ist möglich, schöner jedoch die Pinne

Die Hakes 42 verfolgt dabei konsequent den Trend, der aktuell in der 40-Fuß-Klasse vorherrscht: Leicht asymmetrisches Deckslayout, ein höchstens angedeuteter Aufbau, klares, überschaubares Deckslayout, Coffee-Grinder im Heck. Einen klaren Fokus legen die Designer zudem darauf, dass das Boot auch im Offshore-Betrieb trocken in Innenraum bleiben kann. Jeder, der einmal eine Langstrecke in einer modernen IRC-Konstruktion gesegelt ist, wird diese Bemühungen mehr als zu schätzen wissen. 

Im April 2013 soll die Baunummer 1 nach Südengland verschifft werden, um im dortigen IRC-Zirkus mitzumischen. Die Hakes 42 wird auf viele zeitgenössische Designs treffen, die ähnliche Gene besitzen, jedoch Unterschiede in der Ausführung aufweisen: Die etwas kleinere Ker 40 beispielsweise ist etwas schwerer und in Glas gebaut, wohingegen eine Farr 400 oder eine Carkeek 40 ebenfalls kompromisslos in Kohlefaser hergestellt werden wie die Hakes. Für das Rating ist es nicht ganz unerheblich, welche Faser im Rumpf zum Einsatz kommt. Gerade bei verhältnismäßig kleinen IRC-Regattabooten galt es lange, Vorsicht im Umgang mit der hochfesten Kohlenstoffverbundfaser walten zu lassen. 

Lüa: 12,60 m

Tiefgang: 2,80 m

Verdrängung: 4,95 t

Breite: 4,35 m

Segelfläche upwind: 196 qm

Segelfläche downwind: 245 qm

Werft

Judel/ Vrolijk & co

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Bendix Hügelmann am 11.12.2012

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