Corsair Cruze 970

Hanseboot-Premieren VII: Tri reloaded

Erstmals in Hamburg zeigt sich Corsairs Fahrten-Tri mit spürbar aufgefrischtem Ausbau – und kleinen Retuschen auch im Exterior Design

Jochen Rieker am 05.11.2016
Modell-Update: Corsair Cruze 970

Corsair Cruze 970: steht in Halle B6, in unmittelbarer Nähe zum Eingang Süd

Bei Corsair tut sich was. Nachdem die Gesellschafter gewechselt haben, geht die Marke auch mit neuen Designern, modernisierten Modellen und einem erweiterten Händlernetz an den Start. Sichtbarer Beweis des Aufbruchs ist der Stand der Mittelmann's Werft auf der Hanseboot – den neuen Markenvertretern für den Norden.

In Halle B6 ist neben dem Corsair Pulse 600, der im Vorjahr eine viel beachtete Weltpremiere feierte, auch der Corsair Cruze 970 zu sehen. Er stammt vom bewährten und rund 300 Mal gebauten Corsair 31 ab, hat bei seiner Europa-Premiere vor zwei Jahren unter anderem neugestaltete Schwimmer und ein überarbeitetes Interieur erhalten. Jetzt aber präsentiert er sich unter Deck noch einmal sinnvoll verfeinert und aufgewertet.

Fotostrecke: Hanseboot-Premieren VII: Corsair Cruze 970

Anders als bei den ersten Export-Versionen ist die Vorschiffskoje inzwischen besser von der Nasszelle abgetrennt. Zudem sucht man textile Wandverkleidungen vergebens. Die Rumpfseiten sind entweder mit pflegeleichten GFK-Innenschalen oder mit Alcantara-bezogenen Paneelen verdeckt. Was marginal klingt, hat tatsächlich eine deutlich spürbare Wirkung. Der Tri wirkt insgesamt besser verarbeitet und wird mehr denn je seinem Namen gerecht, der auf die Fahrtentauglichkeit abstellt.

Zwar bleibt die V-Koje im Vorschiff sehr schmal, und die Achterkammer ist am ehesten über die Luke in der Plicht statt vom Niedergang aus erreichbar. Doch fehlt es dem Boot, das diesen Herbst bei der Silverrudder-Regatta rund Fünen einen sehr achtbaren zweiten Platz bei den großen Mehrrumpf-Yachten belegt hatte, sonst an nichts.

Überraschend zeitgemäß wirkt der Cruze 970 auch von außen. Die Mittelmann's Werft hat ihn mithilfe eines Folierers optisch aufgefrischt – mit silberfarbenen Zierstreifen, einer veränderten Fensterform und dem modernen Schriftzug auf den Außenschwimmern.

Gemessen an der Konkurrenz ist der von einem SUV trailerbare Corsair vergleichsweise günstig. Um die 200.000 Euro muss man für ein segelfertiges Boot bezahlen, ein Drittel weniger als für andere Tris dieser Größe.

Wem das zu viel ist, der muss sich noch etwas gedulden. Nächstes Jahr hat der Nachfolger des 7,50 Meter langen Corair Dash Premiere, der sich am Pulse orientieren soll. Er soll unter 70.000 Euro kosten. Und zwischen Dash und Cruze ist ja eigentlich auch noch Platz für einen neuen, schnellen Trailer-Trimaran. 

Jochen Rieker am 05.11.2016

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