Archambault A35

Ein Erfolgsgarant in Neuauflage

12.03.2013 Michael Good, Fotos: Archambault Boats - Die Franzosen von Archambault starten durch: Mit einem neuen Investor und mit einer vielversprechenden Überarbeitung ihres Bestsellers A35

Archambault A35
Fotograf: © Archambault Boats

Archambault A35

Nach finanziellen Turbulenzen im letzten Jahr hat Archambault Boats wirtschaftlich wieder festen Boden unter den Füßen. Der französische Baukonzern GCBTP hat den angeschlagenen Traditionsbetrieb übernommen und will die Marke wieder an die alten Stärken heranführen. 

Helfen soll jetzt die Komplett-Überarbeitung der erfolgreichen A35 (Test YACHT 15/2007), die sich in den letzten Jahren vor allem in der französischen IRC-Szene als großer Abräumer auf den Regattabahnen einen Namen gemacht hat. Das neue Boot wird ebenfalls den Namen A35 tragen, ist aber komplett neu aufgebaut. Nur der schnelle Rumpf bleibt der gleiche. Das Deck hingegen ist neu konzipiert, optisch angepasst und wird jetzt ebenfalls im Vakuum-Infusionsverfahren gebaut, genauso wie der Rumpf auch. 150 Kilogramm, so schätzt Werftchef Emmanuel Archambault, wird das neue Deck weniger wiegen als das alte. Dazu kommt ein dank vieler Komposit-Teile abgespecktes Interieur. Das eingesparte Gewicht platziert die Werft neu in den Kiel um. Die Konstruktion von Joubert-Nivelt soll einen Ballastanteil von rund 50 Prozent (Blei) im Flossenkiel aufnehmen. Beim alten Boot waren es noch 40 Prozent. 

Dafür wird der Mast jetzt höher und die Segelfläche mehr. Ein Gennakerpaket inklusive fest angebauter Bugnase wird als Option erhältlich sein. Neu ist auch die Gestaltung des Cockpits. Wie schon beim Vorgängermodell hat der Kunde die Wahl zwischen Pinne- und Radsteuerung. Neu sind jedoch zwei Steuerräder. Und das Cockpitlayout wurde weiter auf die Bedürfnisse von Regattaseglern optimiert, ohne jedoch die Ansprüche von Touren- und Familienseglern zu vernachlässigen. 

Archambault A35
Fotograf: © Archambault Boats

Archambault A35

Die Neue von Archambault wird im Standard mit Vinylesterharzen gebaut. Optional kann man sie aber auch in Epoxy haben. Dazu sind auf Wunsch auch zwei Ruderblätter machbar. Zusätzliche Varianz bietet das Schiff bezüglich des Innenausbaus. Die A35 kann als Racing-Version mit Leichtbau-Interieur oder in einer Cruising-Version mit mehr Komfort und mehr Holzanteilen unter Deck geordert werden. 

Händler Dines Pontoppidan von Diamond Yachts in Laboe beziffert den Preis für das Standardboot mit 147.900 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Die ersten beiden Einheiten sind bestellt und derzeit im Bau. Im Spätsommer soll das erste Schiff neuen Typs schwimmen. 

Technische Daten Archambault A35
Lüa (Rumpflänge) 10,59 m
Breite  3,55 m
Tiefgang Flossenkiel 2,20 m
Gewicht  4,35 t
Ballast /-anteil  2,2 t / 50 %
Großsegel  40,0 m2
Genua  31,0 m2
Spinnaker  100,0 m2
Gennaker  120,0 m2
Maschine  21 PS / Saildrive
CE-Entwurfskategorie   A (Hochsee) 
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