Test

Corsair Dash 750: einfach, aber rasant

Der kleine Serien-Tri ist ein Spaßboot für Küste und Seen – schnell wie der Wind und groß genug zum Campen

Jochen Rieker am 21.12.2010

In YACHT 1/2011: der Test des Corsair Dash 750

Die Fangemeinde der Mehrrumpfboote ist überschaubar. Nach dem Test des Corsair Dash fragt man sich aber unwillkürlich: warum eigentlich? Denn der See-Floh ist derart flink, dass der Mangel an Raum und Komfort verblasst.

Und es ist bei weitem nicht nur die Geschwindigkeit, die begeistert. Okay, das stimmt so nicht ganz. Es ist natürlich vor allem die Geschwindigkeit. Bei 5 Beaufort mit 18 bis 20 Knoten Topspeed übers Wasser zu rutschen macht fast alles wett. Auch, dass der Dash eher nass segelt.

Selbst bei Welle bleibt er unproblematisch. Bohrt sich der Leeschwimmer in eine See, die dem kleinen Tri im Weg steht, bremst er zwar stark ab, zeigt aber keine Tendenz zum Stecker – und rackert wenige Sekunden später ungehemmt wieder Richtung 20-Knoten-Marke.

Auch Leichtwind liegt ihm. Dank des geringen Gewichts von segelfertig 1,05 Tonnen beschleunigt er beim leisesten Hauch. Aus 8 Knoten Wind macht er 6 Knoten Fahrt an der Kreuz, mit Screacher – einer Art Code Zero – erreicht er auf Reach-Kursen fast die Windgeschwindigkeit. Dabei liegt er leicht und dennoch gut spürbar auf dem Ruder.

Unter Deck muss man bei 7,40 Meter Länge einige Abstriche machen. Das Raumangebot entspricht etwa dem eines 18-Fuß-Kleinkreuzers. Aber: Es ist alles da, was man zum Leben braucht. Nur der Preis ist richtig heftig: Mit allem Drum und Dran kostet der Corsair Dash 750 happige 76.190 Euro – so viel wie eine 32-Fuß-Fahrtenyacht. Aber die macht keine 20 Knoten Fahrt.

Der komplette Test jetzt in der neuen YACHT 1/2011. Ab 22. Dezember am Kiosk.

Jochen Rieker am 21.12.2010

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