Jetzt mit Sporttop

boot-Premieren VIII: Lagoon 42

Im spannenden Segment der 42-Fuß-Katamarane gibt es eine Neuheit: den Lagoon 42, mit Sporttop, festem Bimini und viel Platz für die Crew

Lars Bolle am 30.01.2016
Lagoon 42

Lagoon 42: Die wuchtige Bugausführung ist markant

Katamarane um die 42 Fuß sind sowohl für Eigner als auch für Charterer interessant. Die einen haben extrem viel Platz bei einer noch gut handhabbaren Größe, eine Chartercrew kommt sich auch zu acht nicht ins Gehege und findet vier vollwertige, sehr komfortable Doppelkojen. Auf der Messe in Düsseldorf ist die Eigner-Variante zu sehen, bei der sich im Steuerbordrumpf die Eignerkoje sowie ein Wohnbereich befinden, im Backbordrumpf dagegen der Ausbau mit zwei Kabinen und zwei WCs. So können beide Interessengruppen einen Eindruck gewinnen. Beim Vorgängermodell Lagoon 421 waren die vorderen Kabinen quer und unter die Plattform eingebaut. Beim neuen Schiff ist die Doppelkoje im Vorschiff jetzt wieder in Längsrichtung angeordnet und seitlich zugänglich.

Fotostrecke: Lagoon 42

Auffällig unter Deck sind die großen Seitenfenster in den Rümpfen, die nicht mehr wie in der Vorgängerversion mit einer weiß gepunkteten Folie, die dem Sonnenschutz diente, überzogen sind. So ist ein ungestörter Blick aus der Koje ins Revier möglich, fast wie bei einem Hotelzimmer. Zusätzlich haben die Achterkojen Fenster nach hinten.
Kajüte und Cockpit, oder besser innerer und äußerer Lebensbereich, befinden sich auf einer Ebene und sind jetzt durch große Glas-Schiebeelemente getrennt, die sich stufenlos fast vollständig öffnen und arretieren lassen. Neu sind auch die Davits für das Beiboot, die sich komplett senkrecht holen lassen, wodurch der Tender nicht mehr so frei hängt wie zuvor.

Interessant ist zudem, dass die Fluchtluken unter den Niedergangsstufen nicht mehr zu öffnen sind. Beim Vorgänger habe dies immer wieder zu Fehlbedienungen geführt. Die Luken sind jetzt fest eingeklebte Fenster, die sich bei Bedarf mittels eines Hammers einschlagen lassen, der sich unter den herausziehbaren Niedergangsbrettern befindet.

Fotostrecke: Lagoon 42

Gegenüber dem Vorgänger Lagoon 421 (vormals 420) wurde der Mast weiter nach achtern gestellt. Damit kann das Vorsegel größer ausfallen und als Selbstwendefock ausgeführt werden. Zusätzlich erleichtert das so schmaler werdende Großsegel das Handling. Im Doppelttest Lagoon 39 und 52 (YACHT 12/2013) hat sich dieses Riggkonzept bereits bestens bewährt.

Produktpräsentation

Alle Strecker und Schoten, bis auf den Gennaker, sind vom Steuerstand aus bedienbar, was den Kat auch einhandtauglich macht – eine besonders beim Chartern mit Skipper gewollte Eigenschaft. Der Steuerstand ist als sogenanntes Sporttop ausgeführt, eine Zwischenstation zwischen Flybridge und Steuern vom Rumpf aus, wie beim Vorgänger. Dabei sitzt oder steht der Steuermann so erhöht, dass er über das Kajütdach gerade noch die Buge sehen kann, nach achtern ist zugleich der Blick auf beide Hecks frei. Der Steuerstand ist mit einem festen Bimini überdacht, in das bei den folgenden Booten Fenster integriert werden sollen, um das Großsegel sehen zu können.

Entworfen wurde der neue Lagoon 42 wieder vom Konstruktionsbüro Van Peteghem/Lauriot Prévost (VPLP) aus Bordeaux. Der Einstiegspreis liegt bei 300.000 Euro.

Der Lagoon 42 ist zu sehen in Halle 15, Stand A44

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Lars Bolle am 30.01.2016

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