Neue Yachten

boot-Premieren 7: Sense 43

26.01.2011 Hauke Schmidt, Fotos: J.Rieker/YACHT, H.Schmidt/YACHT, J. Rieker/YACHT - Beneteau erweitert die eignerorientierte Sense Reihe nach unten. Nur zwei Kammern auf 43 Fuß sind typisch für das neuartige Konzept

Fotograf: © J.Rieker/YACHT

Beneteaus Neue: Die Sense 43 auf der Messe

Ebenso außergewöhnlich und dennoch im Rahmen der Auslegung des Schiffes nachvollziehbar ist die Tatsache, dass sich auf 13,20 Meter nur eine Nasszelle befindet. Die ist allerdings entsprechend groß.

Auch auffällig sind aber die Raumverhältnisse im Eignerbereich im Vorschiff. Die große Koje wird eingerahmt von vielen gut nutzbaren Staugelegenheiten. Was dabei besonders auffällt, ist der üppige Freiraum der sich bietet. Hier können sich auch mal zwei Personen gleichzeitig auf den Landgang vorbereiten, ohne sich gegenseitig im Weg zu stehen.

Kommen Gäste an Bord, so finden diese in der zweiten Kammer ausreichenden Raum. Allerdings liegen Besucher- und Eignerkabinen sehr dicht beieinander. In Verbindung mit dem nur einen WC-Raum, entsteht weniger Privatssphäre als bei der klassischen Aufteilung moderner Yachten mit Achterkammern. Die fehlen bei der Sense komplett. Statt dessen konnte das Cockpit niedriger und der Salon höher eingebaut werden. So verschmelzen Innen- und Außenbereich miteinander.

Die kleine Sense wirkt ebenso schlüssig wie ihre große Schwester. Die Designer vom Büro Berret Racoupeau haben sich einige Gedanken gemacht über das Konzept, es basiert laut Werft teilweise auf einer Befragung die im Internet gestartet wurde. Das Resultat war die konsequente Ausrichtung auf kleine Eignercrews. Dass nicht nur das Konzept sondern auch das ganze Schiff einigen Entwicklungsinput erhielt, zeigen viele Details. So lassen sich die Steuersitzbänke hochklappen, sodass ein freier Durchgang entsteht, die Relingdrähte im Heck verschwinden bei Nicht-Gebrauch in der den Rohren des Heckkorbs und hängen so nicht lose herum. Auch die Sitzposition an den Steurrädern scheint gelungen. Alle Fallen und Strecker sind auf zentrale Stopperbatterien im Cockpit geleitet und können dort gut zugänglich verwendet werden.

Auch alle anderen Bedienelemente sind an zentraler Stelle vorhanden, die Übersicht von den Rädern ist trotz hohem Aufbau gut. Bei Hafenmannövern hilft ab Herbst 2011 auf Wunsch das Dock and Go System aus dem Hause Beneteau.

Solche Details kosten Geld. Rund 190.000 Euro Grundpreis sind nicht wenig. Daher positionieren die Franzosen das Schiff neben der First und der Oceanis Reihe im gehobenen Segment. Das zeigt auch der Messestand. Sind die anderen Schiffe frei zugänglich, liegen die Sense Modelle im abgesperrten Bereich. Zutritt nur nach Absprache. Halle 16 Stand B42.

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