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boot-Premieren 11: Far East 26

Die sportliche Traileryacht aus Fernost ist dieses Jahr mit Innenausbau und Anhängen zu sehen. Ab April soll sie auch in Deutschland segeln

Hauke Schmidt am 28.01.2011

Moderne Linien und gro

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Als Jollenschmiede sind die Chinesen von Far East längst bekannt, nun versuchen sie sich mit einem Kielboot. Die von Simonis/Voogd gezeichnete Konstruktion segelt in Fernost schon erfolgreich als Jugend- und Regattaboot. In Europa soll sie auch sportliche Tourensegler ansprechen.

Rumpf und Rigg gab es schon letztes Jahr in Düsseldorf zu sehen, allerdings noch als leere Schale und ohne Anhänge. Nun ist der Formenbau weitestgehend abgeschlossen, und man kann sich ein Bild vom Innenausbau der kleinen Yacht machen. Im Gegensatz zur chinesischen Version, die herkömmliche Holzausbauten besitzt, besteht praktisch alles aus GFK-Formteilen. Da die Werft eine eigene Formenbauabteilung betreibt und aus dem Ruder- und Schwertbau viel Erfahrung mit gefrästen Aluminiumformen hat, ein logischer Schritt, der gleichzeitig hilft, Gewicht zu sparen.

Schotten und Innenausbauten sind aus Schaumsandwich mit Epoxidharz gefertigt und besitzen dank der Negativformen eine hochglänzende und weitestgehend makellose Oberfläche.

Allerdings sind große Teile in Klarsichtoptik gehalten – die Gewebestruktur ist also zu sehen. In Kombination mit dem eingesetzten aluminiumfarbenen Glasfasermaterial ergibt sich eine recht technische Anmutung.

An komplizierteren Stellen wie beispielsweise den starken Rundungen in der Mitte des Tisches zeigt sich aber ein Nachteil dieses Konzepts. Hier ist es nicht gelungen, das Gewebe sauber und ohne Überschneidungen in die Form zu legen. Durch die transparente Deckschicht treten diese Fehlstellen stark zu Tage und mindern den Qualitätseindruck deutlich. Hier wird die Werft noch nachlegen müssen.

Auch im Cockpit besteht etwas Optimierungsbedarf. Der Deckel der neu hinzugekommenen Backskiste fluchtet nicht mit der Ducht. Importeur und Händler Michael Honsel hat aber auch hier Besserung versprochen.

Seglerisch dürfte das Boot dagegen sehr spannend werden. Das Gewicht von
gerade einmal 1,6 Tonnen im Zusammenhang mit dem 1,70 Meter tiefen, aufholbaren T-Kiel und 37 Quadratmetern Segelfläche versprechen gute Leistungswerte. Die modernen Rumpflinien mit breitem Heck und die hochwertige Beschlagsausstattung von Harken sprechen ebenfalls für sportliches Segeln. Laut Honsel wird die Far East in China schon von mehr als 28 Clubs zur Regattaausbildung eingesetzt.

Für 34.900 Euro, inklusive Segel, allemal ein spannendes Boot, so denn die optischen Mängel am Innenausbau beseitigt werden.

Hauke Schmidt am 28.01.2011

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