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boot-Premiere VIII: Hallberg-Rassy 55

Alles vom Feinsten – die Schweden modernisieren ihre Flotte von oben nach unten. Die neue 55er übernimmt viele Design-Ideen des Topmodells

Hauke Schmidt am 26.01.2013

Auf den ersten Blick fügt sich die HR 55 nahtlos ins Programm der Schweden: Mittelcockpit, feste Scheibe, eine solide Schanz mit Teakauflage und ein ebensolches Deck. Wie schon das 64 Fuß große Flaggschiff verströmen die neuen Deckslinien aber deutlich mehr Eleganz. Große, bündig eingesetzte Scheiben und ein flacherer Aufbau strecken das ohnehin knapp 17 Meter lange Boot. Gewachsen ist auch die Plicht, und zwar um ganze 30 Zentimeter, zudem steht der Rudergänger leicht erhöht, was den Überblick verbessert. Ebenfalls vergrößert wurde die Steuersäule, denn sie dient als Kommandozentrale und beherbergt unzählige Knöpfe. 

Hallberg Rassy 55

Knopfdruck-Segeln: Auf der HR 55 geht alles fingerleicht

Wenn schon komfortabel, dann richtig – Großsegel und Genua per Knopfdruck zu bedienen ist auf Fahrtenyachten jenseits der 45 Fuß inzwischen üblich. Auf der Hallberg-Rassy 55 kommen zudem noch Baumiederholer, Achterstag und Badeplattform  hinzu, außerdem holen die stattlichen 65er-Genuawischen nicht nur dicht, sondern fieren, so der Käufer will, auch mit einem Fingerdruck. Zudem ist die Rassy mit einer vollautomatischen Manövrierhilfe ausgerüstet. Mittels der ausfahrbaren Bug- und Heckschrauben lässt sich die knapp 17 Meter lange Yacht nicht nur auf der Stelle drehen, im Halte-Modus drücken die Querstrahlruder das Boot auch selbsttätig an die Pier, sodass der Skipper das Ruder verlassen und die Festmacher ausbringen kann.

Dass bei derart viel Technik auch eine amtliche Motorisierung an Bord ist, versteht sich von selbst. Im begehbaren Motorraum sitzt aber nicht nur der 180 PS starke Volvo-Diesel, sondern auch ein 10-Kilowatt-Generator und einer der drei Autopilotenantriebe. Wer lange Seereise plant, will schließlich unabhängig sein, dazu gehört auch die Ausfallsicherheit der Systeme. Daher besitzt die 55er zwei Autopiloten mit insgesamt drei Antrieben sowie zwei getrennte Frischwassersysteme. 

Hallberg Rassy 55

Die Eignerkammer der neuen HR 55

Steigt man die breite, lamellierte Niedergangtreppe hinab, ist davon allerdings wenig zu sehen. Stattdessen wird das Ausmaß der Modernisierung deutlich. Die großen Seitenfenster und Decksluken lassen sehr viel Licht herein. Spiegelflächen neben den Rumpffenstern vergrößern den ohnehin üppigen Raumeindruck, und der edle Teak-Ausbau sorgt für gediegene Eleganz. Das Layout orientiert sich am Vorgängermodell. Als Varianten bietet Hallberg-Rassy zwei getrennte Kojen im Achterschiff anstelle des sonst üblichen großen Inselbetts. Auch für den Ausbau im Vorschiff gibt es Alternativen zum Eignerlayout mit einer Gästekabinen und Etagenkojen. Zudem ist eine ausgewiesene Skipperkabine mit eigenem Zugang, Toilette und Waschgelegenheit machbar.  

Preis: ab 1.175.400 Euro.

Fotostrecke: HR 55

Technische Daten: 
Lüa (Rumpflänge): 16,68 m
LWL (Wasserlinienlänge): 14,30 m
Breite / Breite mit Scheuerleiste: 4,69/4,73 m
Tiefgang: 2,30 m 
Gewicht: 26,3 t
Ballast/-anteil: 9,75 t/37 %
Segelfläche mit Fock: 156,9 qm
Segelfläche mit Genua: 181,3 qm
Maschine: Volvo Penta D4-180/Gori-Faltpropeller 
Kapazität Wassertank: 1050 l
Kapazität Dieseltank: 900 l 

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Hauke Schmidt am 26.01.2013

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