Jules Verne Trophy
Das zweite Kap und dicht am Rekord dran
Die Bedingungen sind nahezu perfekt: Wenig Welle, etwa 20 Knoten Wind aus Nordwest erlauben angenehmes Raumschots-Segeln. Die Folge: Durchschnittsgeschwindigkeiten jenseits der 30-Knoten-Marke. Doch so ideal die Umstände auch sein mögen, der Rückstand ist seit knapp einem Tag mehr oder weniger gleich geblieben.
Da nützt es auch nicht viel, dass Franck Cammas Team für den Streckenabschnitt zwischen dem Kap der Guten Hoffnung und dem Kap Leeuwin mit 6 Tagen, 22 Stunden und 34 Minuten eine neue Bestzeit vorgelegt hat. Den Rückstand, den sich das Team auf dem Weg vom Äquator bis zum Kap der Guten Hoffnung eingehandelt hat, wird es nur schwer wieder los.
Und das, obwohl der grüne 105-Fuß-Tri praktisch dauernd schneller unterwegs ist als Bruno Peyron bei seiner Rekordfahrt 2005. Ein Grund dafür ist nach wie vor die Tatsache, dass Peyron damals viel weiter südlich gesegelt ist als "Groupama 3" heute: Der grüne Tri segelt zurzeit auf etwa 45 Grad Süd, Peyron konnte aufgrund günstiger Eisgangs- und Wetter-Verhältnisse auf bis zu 50 Grad Süd heruntergehen. Cammas und sein Team fehlte bislang auch die Gelegenheit, den Kurs weit nach Süden zu ändern, aufgrund eines sehr schnell ziehenden Tiefs mussten sie soviel Strecke nach Osten machen wie möglich, um nicht aus dem Tief "heraus zu fallen".
Die Franzosen müssen deshalb hart arbeiten, um den Rückstand möglicherweise vor der Länge von Neuseeland in einen Vorsprung umzumünzen. Und das wäre sehr wichtig, denn "Orange 2" hatte 2005 eine sehr schnelle und gradlinige Passage des gesamten Pazifiks geschafft.









