Vendée Globe

Vorentscheidung im Azorenhoch?

18.01.2013 Tatjana Pokorny, Fotos: Vendée Globe/Gabart, Mark Lloyd/DPPI, Vendée Globe/Team Plastique - Das Duell um den Sieg zwischen François Gabart und Armel Le Cléac'h geht in die finale Phase: Fällt die Vorentscheidung schon im Azorenhoch?

François Gabart mit Macif
Fotograf: © Vendée Globe/Gabart

Rasende "Macif" mit Skipper François Gabart: Kann der Vendée-Benjamin seinen Vorsprung ins Ziel bringen?

François Gabart oder Armel Le Cléac'h? Das Duell zwischen dem führenden Flotten-Benjamin und Newcomer auf der einen und dem erfahrenen Zweitplatzierten der letzten Vendée-Globe-Auflage auf der anderen Seite sorgt für aufregende Jagdszenen auf dem Atlantik. Die beiden Franzosen trennten am Freitagnachmittag nur 110 Seemeilen. Die verbleibenden 2500 Seemeilen bis zur Ziellinie vor Les Sables d'Olonne versprechen knisternde Spannung mit aktuellen Vorteilen für Gabart, der seinen Vorsprung zum Wochenende in etwas besseren nordöstlichen Winden wieder leicht ausbauen konnte. Wird das immer näher rückende Azorenhoch eine Vorentscheidung bringen? Im Start- und Zielhafen sind die Vorbereitungen für die Ankunft der Hochseehelden bereits angelaufen, denn sie kommen noch etwas schneller als gedacht, könnten schon in einer guten Woche wieder festen Boden unter den Füßen spüren.

"Mir geht's ziemlich gut, inbesondere mit Blick auf die Wetterprognosen", vermeldete François Gabart von Bord, "endlich sagen die Wettervorhersagen alle das Gleiche. Das ist großartig. Ich hoffe, keine bösen Überraschungen zu erleben. Ich bin im Moment extrem konzentriert. Deshalb ist es manchmal schwierig, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen. Ich weiß, dass dieses Rennen bis zum Ende hart sein wird. Armel ist nicht weit weg. Ich habe bislang ein gutes Rennen abgeliefert. Damit bin ich glücklich. Das kann mir niemand mehr nehmen. Wenn ich nun gewinnen würde, wäre es das Sahnehäubchen auf dem Kuchen."

Alex Thomson
Fotograf: © Mark Lloyd/DPPI

Alex Thomson: Im dritten Anlauf endlich am Ziel?

Während Schlusslicht Alessandro di Benedetto gerade erst Kap Hoorn passiert hat und die Spitzenreiter mit respektvollem Abstand von 4.300 Seemeilen verfolgt, ist die Differenz zwischen dem viertplatzierten Alex Thomson und Jean-Pierre Dick auf Position drei wieder auf rund 200 Seemeilen geschmolzen. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 8,7 Knoten war der 38-jährige Brite zuletzt schneller unterwegs als der Franzose. Thomson, der einst seinen Fabrikjob geschmissen hatte, um als Segelprofi Karriere zu machen, hat immer noch Hoffnungen auf einen Podiumsplatz und theoretisch sogar noch Siegchancen. "Mein Ziel ist es, dieses Rennen zu beenden, Platz drei zu erkämpfen und Les Sables d'Olonne in unter 80 Tagen zu erreichen." Zweimal schon musste Thomson das Rennen nach Mast- und Materialbrüchen aufgeben. Auch den britischen Vendée-Globe-Rekord seines Landsmanns Mike Golding wird Thomson voraussichtlich unterbieten, wenn er das Ziel in etwa zwei Wochen erreichen kann.

Alessandro di Benedetto
Fotograf: © Vendée Globe/Team Plastique

Alessandro di Benedetto

Im Mittelfeld-Duell zwischen Jean Le Cam und Mike Golding war es zuletzt wieder der Brite, der seinem Rivalen ein paar Meilen abknöpfen konnte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 5,1 Knoten war Le Cam über 24 Stunden von Donnerstag bis Freitag der langsamste Skipper im Feld der zwölf verbliebenen Yachten vom Typ Open 60. Golding kam 500 Seemeilen östlich auf immerhin 10,1 Knoten im selben Zeitraum. 

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