America's Cup
Wird der Cup verschoben?
Noch knapp zwei Wochen bis zum Showdown am 22. Oktober vor dem New Yorker Gericht. BMW Oracle und Alinghi führen ihr taktisches Geplänkel fort. Alingi läutete die nächste Runde eine, indem es über seinen Organisationsarm ACM verlautbaren ließ, dass durch den Gerichtsstreit die Zeit bis zum geplanten Cup-Start 2009 langsam knapp werde.
Am Donnerstag in der vergangenen Woche hatte es noch nach einer Annäherung ausgesehen. Der Telegraph in England berichtete, dass Larry Ellison und Ernesto Bertarelli miteinander telefoniert hätten.
Aber entweder hat dieses Gespräch nicht stattgefunden, oder das Ergebnis war nicht zufrieden stellend. Jedenfalls bedeutet die gestrige ACM Pressemitteilung eine Verschärfung der Situation.
Darin heißt es: „ACM prüft alle Optionen eingeschlossen der Möglichkeit die Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.“ Dabei scheint das keine reale Möglichkeit zu sein, da Valencia 2010 mit dem massiven Ausbau seinen Container-Hafens beginnen will
Dennoch betonte auch Brad Butterworth erneut in einem Interview er sei sehr optimistisch, dass der Fall nicht vor Gericht entschieden werden müsse.
Die Verschiebung wäre ein Schreckenszenario für die Bemühungen des Team Germany. Während zum Beispiel die Neuseeländer massive Probleme haben, erneut die finanziellen Ressourcen für die nächste Herausforderung zusammenzubekommen sind die Deutschen sehr solide aufgestellt.
Wohl deshalb meldete sich auch das United Internet Team Germany mit einer Pressemitteilung zu Wort. Darin sagt Jochen Schümann: „Die jetzige Situation und eine mögliche Verschiebung des für 2009 geplanten 33. Americas Cup würde unserem Sport und seinem gewachsenen Ansehen in der Welt schaden. Wir unterstützen alle Anstrengungen, eine außergerichtliche Einigung zu erreichen.“
Schümann weiter: „Wir haben die Herausforderung angenommen, in einer neuen Bootsklasse, der AC90-Klasse, im Sommer 2009 in Valencia zu segeln. Unser neu gebildetes Design-Team formiert sich dieser Tage in der Team Base in Valencia, um nach Bekanntgabe der neuen Design-Regeln Ende Oktober die erste 90ft. Americas Cup Yacht zu designen und in Deutschland zu bauen.“
Teamchef Michael Scheeren sagt: „Wir erwarten in den kommenden Tagen weitere Details zum Protokoll vom Veranstalter Americas Cup Management und sind bereit, Veränderungen zu akzeptieren. Das Ziel muss es sein, ein attraktives Reglement für alle teilnehmenden Teams und die Segelfans zu schaffen.“
Am Schluss der Pressemitteilung heißt es: „Team Germany ist überzeugt davon, dass der Americas Cup stark genug ist, um alle Probleme in den etablierten Gremien mit dem Verteidiger Alinghi , allen anderen Teams und dem Veranstalter ACM zu lösen. Mit Blick auf die zivilrechtliche Klage des Golden Gate Yacht Clubs und BMW ORACLE Racing gegen Alinghi unterstützt Team Germany alle Versuche, auch BMW ORACLE Racing in den bestehenden Kreis der Herausforderer einzubeziehen.










