Giraglia Rolex Cup

"Wir liefen bis zu 31 Knoten schnell!"

14.06.2012 Johannes Erdmann, Fotos: Rolex / Kurt Arrigo - Der 100-Fuß-Maxi "Esimit Europa 2" unter dem Kommando von Jochen Schümann ist weit vor der Konkurrenz im Ziel und stellt neuen Rekord auf

"Esimit Europa 2" rundet den Giraglia Rock vor Korsika
Fotograf: © Rolex / Kurt Arrigo

"Esimit Europa 2" rundet den Giraglia Rock vor Korsika

Nur 14 Stunden, 56 Minuten und 16 Sekunden benötigte der Maxi für die Passage von St. Tropez in Frankreich zur Nordspitze Korsikas und weiter nach San Remo in Italien. Damit unterbot Jochen Schümann den 2008 von Neville Crichton aufgestellten Rekord um mehr als drei Stunden. Ein direkter Vergleich ist möglich, denn Crichton segelte dasselbe Boot, damals noch unter dem Namen "Alfa Romeo 2". Auch der Eigner Igor Simcic war bei der Regatta an Bord seiner "Esimit Europa 2" und sicher sehr glücklich mit dem Ergebnis.

Igor Simcic (Mitte) mit seiner Crew
Fotograf: © Rolex / Kurt Arrigo

Eigner Igor Simcic (Mitte) mit seiner Crew

Boris Herrmann ist Navigator des Schiffs und berichtet YACHT online von einer rasanten Überfahrt: "Wir haben einen Rest-Mistral mitnehmen können, sind dann upwind an der Küste entlang. Die ersten zwei Stunden bei starken Böen mit bis zu 30 Knoten, dann raumschots von Hyères nach Giraglia mit im Durchschnitt etwa 25 Knoten Wind. Topspeed waren bis zu 31 Knoten. Es gab eine epische Rundung des Giraglia Rock im letzten Tageslicht bei etwa 30 Knoten Speed und großen Surfs auf gut etablierter See. Über uns schwebte ein Helikopter, das gab sicher gute Bilder."

"Esimit Europa 2" vor Korsika
Fotograf: © Rolex / Kurt Arrigo

"Esimit Europa 2" vor Korsika

Über den Rückweg hinüber aufs Festland nach San Remo berichtet er weiter: "Anschließend Jibreaching bis zu einer Transitionszone am Rand des Mistralwindfeldes auf halber Strecke nach San Remo. Für einen kurzen Moment hatten wir null Wind, aber mit dem Schwenkkiel konnten wir dem Schiff helfen, ohne Wind durch die Wende zu kommen und dann mit dem 45 Meter hohen Mast zum Glück schnell wieder in neuen Nordwind finden. Direkt unter der Küste haben wir dann nochmal kurz in der Flaute eingeparkt, direkt vor der Ziellinie, zum Glück aber nur für zehn Minuten."

"Esimit Europa 2" in Rauschefahrt
Fotograf: © Rolex / Kurt Arrigo

"Esimit Europa 2" in Rauschefahrt

Herrmann blickt auf ein tolles Rennen zurück und ist zufrieden: "Alles lief wie erwartet. Zudem haben wir noch einen neuen Rekord aufgestellt, bei etwa 16,5 Knoten Durchschnittsspeed. Schiff, Mannschaft und Jochen haben mich beeindruckt. Das Schiff mag den starken Wind und etwas Welle, was ich in der Form so gar nicht erwartet hätte."

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