Audi MedCup
Wiederholungstäter am Golf der Engel
Lange wollte er nicht, der sonst so frische Wind am Golf der Engel vor der sardinischen Hauptstadt Cagliari. Dann erbarmte sich die Seebrise der Teilnehmer bei der dritten Veranstaltung des Audi MedCups und ließ eine Wettfahrt zu. Leicht war’s und mit deftigen Drehern garniert, womit so manchem Taktiker die Grenzen aufgezeigt wurden. Bloß Seb Col nicht, der beim „Audi Sailing Team powered by All4One” die Richtung für Jochen Schümann am Steuer ansagt. Am Schluss quetschte sich der rote Renner ganze zwei Bootslängen vor der spanischen „Bribón“ über die Ziellinie.
Schümann kommentierte das dann so: „Ich denke, wir hatten das Glück auf unserer Seite. Als wir sahen, dass es links nicht ging, versuchten wir’s einfach rechts. Das hat glücklicherweise funktioniert und wir kamen knapp vor den anderen vorbei. Der Wind war dort stärker und half uns, die Führung auszubauen." Was Schümann unausgesprochen ließ: Das freche Abkassieren vom ganzen Feld funktioniert nur, wenn die Kiste läuft und die Mannschaft auf höchstem Niveau agiert. Da scheint nun vieles zusammenzupassen.
Während „Audi All4One” mit einem Sieg bei den diffizilen Verhältnissen den Vorsprung auf die Amerikaner von „Quantum Racing” auf komfortable sechs Punkte ausbauen konnte, ist bei der anfänglich führenden „Container” von Udo Schütz der Wurm drinnen. Zum zweiten Mal in der Regatta kam das unter deutscher Flagge segelnde Boot als Schlusslicht ins Ziel und sackte in der Gesamtwertung auf Platz 5 durch, neun Punkte hinter „Audi All4One”, aber nur drei hinter dem zweitplatzierten Team von „Quantum Racing”.
Heute gibt’s die Langstrecke, die mit Faktor 1,5 bewertet wird. Das dürfte eine rot-grüner Zweikampf werden, denn „Audi All4One” hat beim Stand der Dinge in „Quantum Racing” einen ernsthaften Rivalen um den Sieg bei dieser Regatta. Und die Amerikaner motivieren sich wohl mit dem bekannten Yogi-Berra-Spruch: „It ain’t over 'til the fat lady sings.”
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