America´s Cup
Wieder vor Gericht
Es gibt immer noch keine Klarheit über die Zukunft des 33. America´s Cups. Neuer Streitpunkt ist der Termin für das Match. Das Gericht hatte den 8, 10 und 12 Februar 2010 für die Serie festgelegt, Alinghi geht vom 3, 5 und 7 Mai aus.
Der Golden Gate Yacht Club hat den Antrag gestellt, dass die Société Nautique Genève erläutern möge, warum sie sich nicht an den Beschluss vom 7. April dieses Jahres halten will.
Nun setzte der New York Supreme Court eine Anhörung zu dem Thema für den 14. Mai fest. Alinghi geht es um die Tatsache, dass laut Deed of Gift in der nördlichen Hemisphäre eigentlich vor Mai eines Jahres kein Rennen gesegelt werden darf.
Aber die eigentliche Frage ist, welche Strategie Alinghi verfolgt. Die Anweisungen des Gerichts waren klar.
Vermutlich wollen sie Zeit schinden. BMW Oracle hat seinen Trimaran schon ausgiebig getestet, Alinghi braucht diese Zeit selber. Generell rechnen Bertarelli und Co offenbar mit der Überlegenheit ihres Geheim-Gefährts. Sonst hätten sie nicht dieses Match forciert.
Aber die neuartige Technik birgt ein großes Bruch-Risiko. Jeder Testtag, den die Juristen herausholen, hilft dem Segelteam.
Aber laut Scuttlebutt-Prozess-Beobachter Cory Friedman sind die Argumente der Amerikaner deutlich besser. Dennoch glaubt er, dass Alinghi jetzt den harten Konfrontations-Weg gehen wird.
Er erwartet noch zahlreiche Prozess-Verfahren über jeden möglichen Aspekt. BMW Oracle werde dann darauf dringen, den Cup kampflos zu übergeben.
Offen ist immer noch der Ort des nächsten Cups. Den darf Alinghi sechs Monate vor der Regatta bestimmen. Das wäre der 7. August. Aber auch darüber kann man sich sicher streiten...










