America's Cup
Tony Kolb zu Oracle BMW Racing?
Der Münchner Tony Kolb (Wohnort Bremen) stieg als Starboot-Vorschoter bei dem als überaus stark angesehenen Marc Pickel aus. Die Gründe waren persönliche, wie es in einer Pressemitteilung hieß.
Aber: Steigt ein hoffnungsvoller Olympionike nach hartem Training und ständiger Gewichtskontrolle so einfach aus persönlichen Gründen aus?
Jetzt heißt es, dass Kolb von seinem "illbruck"-Skipper John Kostecki (Steuermann bei Oracle BMW Racing) abgeworben wurde, um sich auf den America's Cup 2007 in Valencia (Spanien) vorzubereiten.
Wir sprachen mit Kolb, der nach der Geburt seiner Tochter Marie mit Frau und Kind immer noch in Kapstadt (Südafrika) weilt. "Völliger Blödsinn", meinte der Wahl-Bremer. "Mein Ausstieg bei Pickel hat mit Oracle BMW Racing nichts zu tun. Richtig ist, dass ich zu einem Sichtungstraining nach Auckland eingeladen worden bin. Das beginnt am 9. Februar und geht bis zum 22. März. Ich rechne mir gute Chancen aus, vielleicht einen Platz an Bord zu bekommen."
Schon vor einiger Zeit wurde bekannt, dass BMW gern einen Deutschen an Bord der Oracle BMW hätte. Kolb kommt wie BMW aus München, ist mit Skipper John Kostecki um die Welt gesegelt und sehr positiv beurteilt worden, er hat inzwischen einen guten Bekanntheitsgrad und ist im Umgang mit Medien geschult. Das alles könnte von Vorteil sein, wenn es vor Neuseeland darum geht, den in jeder Hinsicht besten Deutschen für das Projekt zu finden. "Weitere Kandidaten sind mir nicht bekannt", sagte Kolb am Ende.










