Laser-WM

Tom Slingsby wird Laser-Weltmeister

06.09.2010 Andreas Fritsch, Fotos: Paul Wyeth - Der Australier holte sich damit den dritten Titel seiner Karriere. Tobias Schadewaldt und Philipp Buhl werden 11. und 12.

Fotograf: © Paul Wyeth
Bester Deutscher bei der WM: Tobias Schadewaldt

Zum Schluss wurde es noch einmal richtig hart: Am letzten Tag der Laser-WM vor Hayling Island in England wehte es mit bis zu sechs Windstärken in den Abschlussrennen. Für den führenden Tom Slingsby endete es beinahe in der Katastrophe, als im letzten Rennen durchkenterte.

Doch sein recht komfortables Punkte-Polster vor dem Finale erlaubte es ihm, das Rennen im "Cruising Modus" nach Hause zu fahren und so doch den Titel zu holen. Für Slingsby, der bei den letzten Olympischen Spielen als Mitfavorit unter ferner liefen überraschend enttäuscht hatte, ist dies nun die eindrucksvolle Rückmeldung an der Weltspitze. Den Erfolg schrieb er zu einem guten Teil seinem neuen Trainer Michael Blackburn zu: "Er hat mehr Professionalität in mein Segeln gebracht. Ich bin eigentlich ein bisschen faul. Michael ist super-professionell, ein harter Arbeiter und hat mir in der Hinsicht viel beigebracht." Blackburn war selbst Weltmeister und Bronzemedaillen-Gewinner im Laser.

Fotograf: © Paul Wyeth
Philipp Buhl

Nur knapp an Top-Ten-Platzierungen schrammten die beiden deutschen Laser Segler Tobias Schadewalt und Philipp Buhl vorbei. Obwohl beide mit teils starken Wettfahrten und immer wieder Platzierungen unter den Top Fünf dabei waren, verdarben beiden zwei, drei verpatzte Läufe jenseits der 20er- und 30er-Plätze die Gesamtbilanz etwas.

Besonders Schadewaldt überraschte, da er schon seit längerem eigentlich in die 49er-Klasse umgestiegen ist. Warum er dann bei den Lasern dabei war, erklärte er so: „Die Klasse ist taktisch extrem anspruchsvoll. Ich wollte dieses Können auffrischen und weiter lernen. Außerdem kann man sich im Laser sportlich sehr intensiv messen und auspowern. Die Kampagne im 49er bleibt aber das Hauptziel.“ Schadewaldt war in diesem Jahr bei einer Kenterung im 49er im Trapez hängengeblieben und fast ertrunken. Nur durch den beherzten Einsatz seines Vorschoters konnte er gerettet werden.

Philipp Buhl wertete die WM ebenfalls positiv: „Ich hatte mir nach den Erfolgen in diesem Jahr einen Platz unter den Top 15 als Ziel gesteckt und finde den zwölften Platz genial!“

Bleibt abzuwarten, welcher der beiden bei der Deutschen Meisterschaft der Laser vom 30. September bis zum 3. Oktober auf der Hamburger Außenalster die Nase vorn hat.

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