America's Cup
Spionagefall OneWorld: Einbruch bei Anwältin
Die Segler trainieren, die Anwälte regieren. Im Louis Vuitton Cup vor Auckland kommen die verbleibenden vier Syndikate vor dem anstehenden Halbfinale ab 9. Dezember nicht zur Ruhe. Der Spionage-Skandal erhitzt die Gemüter auch in der Segelpause.
Nachdem OneWorlds Konkurrenten Team Dennis Conner und Titelverteidiger Prada Challenge den schon einmal verhandelten Fall wieder aufrollen wollen, tritt am 7. und 8. Dezember das zuständige Arbitration Panel — die richterliche Instanz unter dem Dach der Herausforderer-Vereinigung CORM - in Auckland zur ersten Anhörung zusammen. Die Vorwürfe der Ankläger basieren auf diversen eidesstattlichen Erklärungen führender Cup-Köpfe wie etwa Tom Schnackenberg, der die Verteidiger-Kampagne Team New Zealand leitet. Die Ankläger wollen unter anderem nachweisen, dass OneWorld widerrechtlich Kenntnis von wichtigen Design-Details der neuseeländischen Siegeryachten der letzten Cup-Auflage 2000 und möglicherweise sogar Einblick in Pradas Segel-Designs hatte und diese auch verwendet hat.
Für neue Aufregung sorgte in Auckland in der Nacht von Freitag auf Sonnabend der Einbruch in das Innenstadt-Büro der italienischen Anwältin Alessandra Pandarese. Gestohlen wurde ein Computer. Pandarese arbeitet seit 1992 für italienische America´s Cup-Herausforderer und ist in Neuseeland neben ihrer Beratungstätigkeit für die Prada Challenge auch für CORM im Einsatz.
Experten vermuten einen Zusammenhang mit dem laufenden Protestverfahren, doch bislang ist in der City of Sails ungeklärt, ob es sich nur um einen gewöhnlich Einbruch oder doch einen zielgerichteten Diebstahl von Informationen handelte, die man auf der Festplatte des Rechners der Römerin vermuten darf. In einem offiziellen Prada-Statement war zu lesen, dass aus der gut ausgestatteten Bürogemeinschaft lediglich dieser eine Laptop entwendet worden war. Aucklands Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.










