Olympia-Ausscheidung
Schwerer Dämpfer für DSV-Flotte
Der Mann des Tages heißt Simon Grotelüschen. Der 25-Jährige brachte die Rennen sieben und acht in noch komplizierteren Bedingungen als an den vergangenen Tagen solide mit einem zehnten und einem elften Rang ins Ziel. Zwar rutschte der Lübecker Lasersegler damit im Feld der 149 Einhandsegler von Platz drei auf Platz fünf zurück, doch ist Grotelüschen die Olympiafahrkarte nur noch durch ein Wunder zu nehmen.
Den Grund für die vorzeitige Entscheidung lieferte Grotelüschens großer Rivale in der nationalen Olympiaausscheidung unfreiwillig: Philipp Buhl erlebte einen rabenschwarzen Tag, gab Wettfahrt sieben nach anfänglicher Führung, dann aber schweren Rückschlägen im Verlauf in aussichtsloser Position liegend auf und konnte sich auch im achten Rennen mit Rang 20 nicht mehr deutlich steigern. „Wettfahrt sieben war wohl das härteste Rennen, das ich je gesegelt habe“, sagte Buhl am Abend in Perth enttäuscht und räumte seine Niederlage in der Olympiaqualifikation ein: „Es sollte wohl für mich nicht sein. Und das schmerzt natürlich. Mir fehlte in den entscheidenden Momenten entweder das Glück oder die Erfahrung. Ich glaube aber, dass ich Anteil an Simons Erfolg habe. Das sieht auch Simon so. Wir haben uns in den vergangenen beiden Jahren immer wieder gegenseitig angestachelt. Ich bin sicher, dass Simon in Weymouth mit Medaillenchancen antritt.“
Auch RS:X-Surfer Toni Wilhelm hätte den Tag lieber anders beendet. Am Morgen hatte er noch auf dem aussichtreichen Platz fünf gelegen, am Abend war daraus nach den Einzelrängen 7, 20 und 14 Platz 13 geworden. Nun muss der Brettspezialist aus Dogern kämpfen. Vor den letzten beiden Wettfahrten am Samstag hat er sechs Punkte Rückstand auf den zehnten Platz, den er zum Einzug in das Medaillenfinale erreichen muss.
Im einzigen 49er-Nachholrennen des Tages kamen die Kieler Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann als 13. ins Ziel und rutschten auf Platz sieben zurück. Elf Punkte trennen das deutsche Duo vor den letzten sechs Wettfahrten bis zum Medaillenrennen vom Bronzeplatz.
Die Starboote und die 470er Frauen pausierten und steigen am Freitag wieder ins Geschehen ein. Vor den letzten beiden Rennen bis zum Finale liegen die Berliner Starbootsegler Robert Stanjek und Frithjof Kleen auf Platz drei und haben ihre Führung in der Olympiaqualifikation ausgebaut.
Das Medaillenrennen der Starboote ist für Samstag angesetzt, die Finalläufe in den Disziplinen Laser, 470er Frauen, 49er und RS:X beenden die WM-Serie am Sonntag.
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