America's Cup
Schuldig
Der italienische America´s Cup Herausforderer Mascalzone Latino ist erneut für ein Regelvergehen bestraft worden. Diesmal können die Auswirkungen aber durchaus große Auswirkungen haben. Denn der Sieg gegen den ärgsten Konkurrenten Desafio Espanol wurde aberkannt,
Es geht um die Backstage, die Stage, die den Mast gegen das Umfallen nach vorne sichern. Es gibt drei davon, die an unterschiedlichen Stellen des Profils angreifen. Einige Teams sind dazu übergegangen, das oberste Backstag nicht mehr zu benutzen. Damit soll der Windwiderstand verringert und Gewicht gespart werden.
Beim America´s Cup in Auckland wurde das oberste Backstag häufig für den Kreuzgang abgebaut und für den Vorwindkurs wieder angebaut. Das ist allerdings diesmal verboten. Man darf die Konfiguration nicht verändern, die beim Start des Rennens eingestellt war.
Das hat aber Mascalzone Latino getan. Desafio Espanol konnte bei der Protestverhandlung Videomaterial vorlegen, auf dem zu sehen war, dass die Italiener das oberste Backstag während des Amwindkurses entlang des Mastes angebracht hatten um Windwiderstand zu vermeiden. Auf dem Vorwindkurs wurde das Stag wieder eingesetzt um den Toppmast zu sichern.
Die Jury entschied aber überraschend, dass dieser Regelverstoß nicht automatisch eine Regelverletzung zur Folge. Mascalzone habe dadurch keinen Vorteil erlangt, der das Rennen entschied. Deshalb sei eine 10000 Euro Strafe ergangen und das Rennen soll neu gestartet werden.
Viele wundern sich, wie so ein Fehler zustande kommen kann. Mascalzone hat das Vergehen zugegeben. Jemand hat offenbar die Regeln nicht gelesen. Das ist der Unterschied zu einem der großen Teams. Kaum vorstellbar, dass so etwas bei BMW Oracle passieren könnte.
Für Mascalzone könnte es jedenfalls das Aus bedeuten. Eine Niederlage gegen Dasafio wäre schon eine Vorentscheidung im Kampf um den letzten Platz im Halbfinale.










