Extreme Sailing
„Red Bull” schnuppert Morgenluft
Unlängst waren Österreichs Paradamultihuller Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher noch auf „Informationsbesuch” bei der America’s Cup World Series (AWCS) in San Diego, um die AC-45-Szene auszuspionieren. Die hat jetzt Winterpause, deshalb sind sie wieder bei ihren Leisten, und das heißt: Sie segeln mit „Red Bull” bei der Extreme-Sailing-Serie. In Singapur findet derzeit die letzte Regatta der laufenden Saison statt, und da liegen die beiden Doppelolympiasieger im Moment vorn.
Leichte Winde und schwerer Regen ließen den Auftakt zu einem diffizilen Akt geraten, aber Hagara konnte dennoch strahlen. „Gute Starts, gute Bojenmanöver, wenig Fehler, es hätte besser nicht sein können”, bilanzierte er zufrieden. Wenn die Form hält, winkt der erste Podiumsplatz seit Muscat im Frühjahr. Das abgelaufene Jahr war für Hagara/Steinacher durchwachsen: Entweder haperte es am Speed, oder sie hatten Pech, wie etwa in Nizza, wo „Schotte” Steinacher über Bord ging.
Sechs Punkte hinter Hagara die Heavy Hitters von „Luna Rossa”, der Millionentruppe aus Italien, die nächstes Jahr bei der ACWS mitmachen wird. Zwei weitere Zähler zurück dann ”Groupe Edmond de Rothschild” mit Pierre Pennec am Steuer, der „Aleph” bei der ACWS pilotiert. Diese beiden Teams dürften den Sieg in der Jahreswertung unter sich ausmachen.
Ebenfalls von der ACWS zur Extreme Sailing Series zurückgekehrt ist Dean Barker am Ruder von Emirates Team New Zealand (4.). „Bei jedem Start auf der falschen Seite”, ärgerte sich der Superstar, der nur ab und zu Extreme 40 segelt. „Der Start bestimmt die erste Kreuz, und wir haben’s nicht so gut durchschaut wie ein paar andere.” Mit von der Partie ist auch Chris Draper, der mit Team Korea bei der ACWS einige spektakuläre Ergebnisse einfahren konnte. Hier vertritt er auf „Oman Air” (5.) seinen britischen Landsmann Ben Ainslie, der zurzeit in Australien bei der Finn-WM engagiert ist. Dann ist da noch Yann Guichard, der zuletzt mit „Energy Team” bei der ACWS aufhorchen ließ, sich allerdings in Singapur mit „Alinghi” noch nicht so doll in Szene setzen konnte.
Ansonsten noch mit dabei, jedoch in einer untergeordneten Rolle sind „Team Extreme”, auf dem nun Sébastien Col steuert, und „Team Tilt” mit dem Schweizer Alex Schneiter an der Pinne.
Die Regatta dauert bis Sonntag. Mehr auf der Event-Seite.










