Vulcain Trophy
"Realstone" gewinnt Bol d'Or Mirabaud
Es war ein packendes Rennen. Philippe Cardis lieferte sich als Skipper der "De Rham Sotheby's" einen heißen Kampf mit dem Team "Realstone Sailing". Einen Zweikampf – denn Cardis und seine Crew waren das einzige Boot, das es mit den jungen Schweizern aufnehmen konnte. Doch letztlich musste sich das Team geschlagen geben: "Realstone Sailing" passierte die Ziellinie vor Genf sieben Minuten vor den Kontrahenten.
Dennoch freute sich Cardis sehr über seinen zweiten Platz: "Wir sind ziemlich gut gesegelt", sagte er. "Die ganze Zeit waren wir mit 'Realstone' an der Spitze des Feldes, haben eine Zeitlang sogar geführt. Das Ergebnis ist für uns sehr überraschend, weil wir viel zu wenig dafür trainiert haben." Doch Cardis wäre auch gern zum Abschied noch mal als Erster ins Ziel gekommen – denn er kündigte vor dem Rennen an, dass es seine letzte Teilnahme werden würde. "Viermal habe ich die Bol d'Or Mirabaud gewonnen", sagt er, "fünfmal wäre noch schöner gewesen. Doch wir sollten Platz für die jüngeren Leute machen."
Der Start des Rennens fand bei sehr leichten Westwinden statt. Doch auf dem Rückweg nach Genf frischte es gewaltig auf. Bei 30 Knoten Wind jagten die Dreirumpfer am Wind zurück in den Süden und passierten dabei ein Feld von Einrumpfern, die sich unter Spi noch auf dem Hinweg in den Norden befanden.
Die Bol d'Or Mirabaud zählt als fünftes Rennen der Vulcain Trophy. Durch das Ergebnis führt "Realstone Sailing" nun in der Gesamtwertung, vor "Alinghi" und "De Rham Sotheby's". Das nächste Rennen findet am 8. und 9. September im Club Nautique in Morges statt.










