America's Cup
Nur drei Rennen
Am ersten Tag der 2. Round Robin fielen wegen leichter drehender Winde wieder jede Menge Rennen aus,. Auf dem Nordkurs fanden aber drei Paarungen statt. Team Germany war gegen BMW Oracle genauso chancenlos wie China gegen Luna Rossa.
Aber die Südafrikaner boten gegen die Schweden wieder einmal eine spektakuläre Show. Bis zum ersten Leetor lagen sie in Führung, dann brach der Spinnakerbaum. Auf der Kreuz behielten sie den Vorsprung, aber die Schweden lauerten. Vor dem Wind war Shosholoza dann wehrlos gegen die Angriffe der Schweden.
Team Germany hatte einen schweren Stand gegen BMW Oracle, wo heute erstmals Tony Kolb in das Geschehen eingreifen durfte. Kolb war zwischenzeitlich nach Bremen geflogen, um der Geburt seines Sohnes Fritz beizuwohnen.
Bank zeigte einen ordentlichen Start, war zeitgleich mit Dickson an der Linie, musste aber schnell wenden, weil der Gegner sich zu nah in Lee positioniert hatte. Die Abwinde bremsten. „Wir wollten nach rechts. Deshalb war die Startposition okay“, sagt Stratege Michael Hestbaek. Aber danach war das deutsche Schiff hoffnungslos unterlegen. Auf jedem Teilstück vergrößerte sich der Abstand um mehr als eine halbe Minute.
Zudem ging einige Zeit verloren als beim Spinnaker Bergen unter Deck die Trommel für das Aufrollsystem brach. „Erstaunlich war es, wie schnell sie vor dem Wind waren“, sagt Hestbaek.
Haben die Deutschen ein Startproblem? Heute war das Team beim Eintauchen in die Startbox fünf Minuten vor dem Start verspätet. Das deutete darauf hin, dass der dial up vermieden werden sollte, weil das deutsche Schiff dabei bisher große Probleme hatte.
„Es stimmt, dass wir beim Beschleunigen aus dem Stillstand Probleme haben“, sagt Hestbaek. „Und das hat hin und wieder zu Problemen geführt. Aber deshalb wollten wir eigentlich nicht den dial up vermeiden.
In den ersten Rennen waren wir spät beim Start, aber unser Navigator hat seine Software etwas besser kalibriert. Das hat schon geholfen. Aber ich denke nicht, dass wir ein generelles Startproblem haben wir nicht.“ .
Zur neuen Abstimmung zwischen Dellenbaugh ihm und Bank sagt er: „Jesper lässt uns wirklich machen. Und im Rennen gegen die Franzosen ist er erstaunlich ruhig geblieben, Ich weiß nicht, ob ich das so locker genommen hätte. Obwohl das wirklich nicht so funktionierte, was ich und Dave dachten.
Normalerweise dreht hier der Wind links, wenn er nachlässt. Deshalb wechselten wir die Seite. Aber dann frischte er auf und drehte stark rechts. Da haben wir ziemlich daneben gelegen. Die erwartete Drehung kam dann 30 Minuten später. Da war es schon zu spät.“
Auch die Chinesen hatten keine Chance gegen Luna Rossa. Aber immerhin gewannen sie den Start sensationell klar mit 14 Sekunden Vorsprung. Auch das erste Passieren Mitte der ersten Kreuz fiel zu ihren Gunsten aus. Aber dann erlosch die Widerstandskraft.
Morgen sieht das Programm vor, den ausgefallenen Flight 2 nachzuholen und dann die restlichen Rennen von Flight 1. Das heißt Team Germany segelt nur einmal gegen Shosholoza. 14 Knoten Wind sind vorhergesagt.










