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Nur die Holzmedaille für Schümann-Crew
Es ist das schlimmste, das einem Sportler bei Olympischen Spielen passieren kann. Platz vier. Doch nach dem schlechten Auftakt kehrt die Berliner Crew jetzt wenigstens mit einem Positiverlebnis nach Deutschland zurück. An der Spitze änderte das Medaillenrennen nichts.
Norddeutsches Wetter über der Fushan-Bucht: Tiefe, dunkelgraue Wolkenbänke, bis zu zwei Meter hohe Wellen, Dauerregen, Schauerfronten jagen über den Kurs. Für die Startzeit werden offizielle nur zehn Knoten angegeben, es sieht jedoch nach wenigstens 15 oder mehr aus.
Ein sehr guter Start der Schümann-Crew rechts, eine saubere Startkreuz, taktisch im Spitzenfeld pendelnd, ein guter erster Vormwindgang. Dann die zweite Kreuz. Schümann wählt am Leetor die links Tonne, segelt den ersten Schlag nach links. Und sie hat, was ihr über die Serie hinweg meistens versagt blieb: Glück. Ein fetter Dreher nach links, sie liegt vorn, erste am Luvfass. Vor dem Wind kann sie zwar wieder den Speed der sie verfolgenden Britinnen nicht halten, doch der Rest des Feldes liegt weit zurück. Sie kann Platz zwei ins Ziel fahren.
Am Ende ist es denkbar knapp aber nicht undankbar. Platz drei wäre nur beim Zusammenspiel vieler Variablen möglich gewesen und so fehlten auch neun Punkte zu Edelmetall. Am Ende war sogar die Holzmedaille noch glücklich, denn sie lag punktgleich mit Platz fünf und sechs (bei Punktgleichheit entscheidet das Medalrace). Die Gründe für das verpasste Edelmetall lagen in der für sie unter dem Vermögen verlaufenen Vorserie, nicht im Medalrace.
"Wir sind happy, total zufrieden", sagte die Seuerfrau direkt nach dem Rennen. "Es ist ein positiver Abschluss. Gern hätten wir die Engländerin in diesem Rennen geschlagen, aber es macht nichts. Es ist auf jeden Fall ein gues Gefühl, mit einem zweiten Platz hier wegzufahren."
DSV-Sportdirektor Hans Sendes sagte: "Dieses Rennen zeigt, dass mehr drin war. Aber das wissen sie selbst."
Die erste Segel-Goldmedaille dieser Spiele gewannen die britischen Yngling-Frauen Sarah Ayton, Sarah Webb und Pippa Wilson. Silber ging an die Niederlande mit Mandy Mulder, Annemieke Bes und Merel Wittefeen, Bronze an die Griechinnen Sofia Bekatorou, Sofia Papadopoulou und Virginia Kravarioti.










