Vendée Globe

Neujahrsempfang vor Kap Hoorn

30.12.2012 Tatjana Pokorny, Fotos: Gabart/Macif/Vendée Globe, Tanguy de Lamotte/Vendée Globe, Uwe Petraschek - Es ist nicht jedem Segler vergönnt, Kap Hoorn am Neujahrstag zu sehen. Die Vendée-Globe-Spitzenreiter Gabart und Le Cléac'h haben die Ehre

Duell Gabart/Le Cléac'h
Fotograf: © Gabart/Macif/Vendée Globe
Duell auf Kurs Kap Hoorn: Der Blick aus François Gabarts Heck zeigt die "Banque Populaire" von Armel Le Cléac'h am Horizont - nach fast 50 Tagen auf See!

François Gabart kann es kaum erwarten. Der Spitzenreiter in der siebten Auflage der Vendée Globe wird voraussichtlich am Neujahrstag Kap Hoorn passieren. "Ich schaue schon auf die Karte um es mir vorzustellen. Es ist ein großartiger Lohn. Kap Hoorn ist einer der symbolträchtigen Orte und ich glaube, die Begegnung wird ein magischer Moment sein."

Gabart und sein "Schatten" Armel Le Cléac'h rasen weiterhin im Duett um den Planeten. Alles spricht dafür, dass die zwei Tage vor der Hoorn-Passage nur sechs Seemeilen auseinander liegenden Solosegler auch die wichtigste Landmarke für Weltumsegler fast Bug an Bug passieren werden. Auch am 50. Tag ihrer Hatz um den Globus schenken sich die Franzosen nichts. Am Samstag hatte es den 20. Führungswechsel zwischen Gabart und Le Cléac'h gegeben. Vorausgegangen war der jüngsten Attacke ein kurzes Funkgespräch zwischen den beiden Ausnahmeseglern, in dem der jüngere Gabart den erfahreneren Le Cléac'h heiter vorwarnte: "Ich bin dicht hinter dir..."

Nun jagt wieder der ältere und bislang erfolgreichere Armel Le Cléac'h, IMOCA-Weltmeister und zweiter der letzten Vendée-Globe-Auflage, auf "Banque Populaire" seinen in Führung gegangenen jüngeren Rivalen, "Golden Boy" Gabart auf "Macif". Jean-Pierre Dick auf "Virbac-Paprec 3" konnte seinen Abstand zum Führungsduo auf 350 Seemeilen verkürzen. Auch der Brite Alex Thomson auf "Hugo Boss" darf sich mit 930 Seemeilen Rückstand auf die Spitzenreiter noch Hoffnungen auf den ersehnten Podiumsplatz machen.

Tanguy de Lamottes Bild von einem traumhaften Sonnenuntergang
Fotograf: © Tanguy de Lamotte/Vendée Globe
Solosegler Tanguy de Lamotte machte dieses Bild von einem Sonnenuntergang

Der Schweizer Bernhard Stamm ist nach der Raparatur seines Wellengenerators vor Dunedin wieder im Rennen, verzeichnete am Sonntagmorgen mit 18,2 Knoten als Zehnter die zweitschnellste Geschwindigkeit in der Flotte der 13 verbliebenen Meeres-Matadoren. Letzter ist und bleibt der Franko-Italiener Alessandro di Benedetto, dessen Rückstand nach 50 Tagen auf See auf fast 5000 Seemeilen angeschwollen war.

Eiswarnung für Kap Hoorn

Die Bavaria 44 verschwindet hinter einem Eisberg an der Westküste Grönlands
Fotograf: © Uwe Petraschek
Eiswarnung für Kap Hoorn!

Keine Raketen oder Böller warten auf François Gabart und Armel Le Cléac'h vor Kap Hoorn. Dafür eine eiskalte Neujahrsüberraschung:  Für das Revier liegt eine Eiswarnung vor. Rund 50 Seemeilen vor der berühmten Landspitze auf der chilenischen Felseninsel Isla de Hornos wurde Eis gesichtet!

  • Twitter
  • Facebook
  • StudiVZ
  • myspace
  • del.icio.us

Artikel empfehlen |  Artikel drucken

Neueste Artikel dieser Rubrik

Neueste Artikel dieser Rubrik

1 2 3 4 5 »

"Tramontane", Siegerin der Skagen-Regatta 2012, hat abgedreht: "Tramontane", Siegerin der Skagen-Regatta 2012, hat abgedreht 23.05.2013 — Edinburgh-Regatta: Sturm, Orkanböen und haushohe Wellen

Wie vorhergesagt erreicht ein Windfeld mit extremen Böen über 50 Knoten die Edinburgh-Regattateilnehmer. Wellen von acht Meter Höhe drohen mehr

Die Crew der "Sho-Ka-Kola" in Edinburgh: Die Crew der "Sho-Ka-Kola" in Edinburgh, dahinter die "Norddeutsche Vermögen" 23.05.2013 — Edinburgh-Regatta: "Scho-Ka-Kola" schnellste Yacht

Die RP 57 "Scho-Ka-Kola" hat heute mit drei Minuten Vorsprung vor der Andrews 56 "Norddeutsche Vermögen Hamburg" Edinburgh erreicht mehr

Spektakuläre Kenterungen wie die von Oracle Racing im Oktober 2012 sollen möglichst ausgeschlossen, Verletzungen der Crew möglichst minimiert werden: Spektakuläre Kenterungen wie die von Oracle Racing im Oktober 2012 sollen möglichst ausgeschlossen, Verletzungen der Crew möglichst minimiert werden 23.05.2013 — America's Cup: Neues Spiel, neues Glück?

Regattadirektor Iain Murray hat nach dem Unfalltod von Andrew Simpson neue Regel-Empfehlungen veröffentlicht. Sie offenbaren das Cup-Dilemma mehr

America's Cup: Das Artemis-Wrack nach der Kenterung an Land 22.05.2013 — America's Cup: Artemis vertagt Start-Entscheidung

13 Tage nach dem tödlichen Unfall von Andrew Simpson hat Team Artemis Racing die Entscheidung über den Start im Louis Vuitton Cup vertagt mehr

Edinburgh-Regatta: Bild von Bord der J35 "Chosi VI" 22.05.2013 — Edinburgh-Regatta: Zehn Yachten haben aufgegeben

Nur sechs Grad, hoher Seegang und Starkwind zwingen immer mehr Yachten zur Aufgabe. Von 21 Yachten sind nur noch elf im Rennen mehr

1 2 3 4 5 »

YACHT im Abonnement

Verpassen Sie keine Ausgabe, sparen Sie bares Geld und lassen Sie sich jede Ausgabe bequem ins Haus bringen. Bestellen Sie jetzt Die Nr. 1 bei Seglern im ABO!

Jahresabo

Freuen Sie sich über ein tolles Begrüßungsgeschenk!

Geschenkabo

Verschenken Sie für ein Jahr YACHT und Sie erhalten ein Geschenk Ihrer Wahl.

Freundschaftsabo

Wertvolle Prämien für die Vermittlung eines neuen Abonnenten.

Kennenlernabo

6 Hefte nur € 18,00 und ein Begrüßungsgeschenk Ihrer Wahl.