Open 60
Neuer Rekord für Alex Thomson
Er verbesserte damit die zehn Jahre alte Marke des Schweizers Bernard Stamm (10 Tage, 55 Minuten) deutlich. Da das Wetter die letzten drei Tage des Rekords alles andere als ideal war, ein beeindruckender Beleg dafür, wie viel leistungsfähiger die modernen Open 60s heute sind. Denn Thomson hatte die Rücküberführung des Bootes von einem PR-Termin in New York für den Rekordversuch genutzt und nicht, wie sonst üblich, auf ein perfektes Wetterfenster warten können.
Die Bestmarken für die schnellste Überquerung überhaupt, sowohl mit Crew als auch einhand, sind mittlerweile sehr prestigeträchtige Veranstaltungen, die entsprechend dazu führen, dass nur eine Chance hat, wer auf ein wirklich optimales Wetterfenster wartet. Was mitunter wochen- oder sogar monatelang dauern kann. Insofern hat Thomson seine Chance clever genutzt. Vielleicht wird der Rekord in der Kategorie Open 60 nun wieder etwas mehr in den Fokus rücken, und wir sehen einige spannende Versuche, die Marke zu knacken – aber mit Sicherheit erst nach der Vendée Globe, die im November startet.
Thomson äußerte sich kurz nach dem Zieldurchgang vor Lizard Point wie folgt: "Als ich losgefahren bin, war ich nicht sicher, ob es klappt. Und es war hart. Schlafmangel, defekte Instrumente und dauernd den Elementen ausgesetzt sein, das war schwer. Aber es fühlt sich gut an, den Rekord gleich so deutlich verbessert zu haben. Es war für mich eine ideale Trainingseinheit für die Vendée Globe."










