Nord Stream Race
Neue Regatta auf der Gas-Pipeline
Der Yacht Club St. Petersburg macht nach vielen Veranstaltungen in der jüngeren Vergangenheit nun einen gewaltigen Schritt gen Westen. Ziel des neuen Nord Stream Race ist eine weitere Öffnung und Internationalisierung des russischen Segelns, zugleich aber auch die Vermarktung der Gas-Pipeline Nord Stream des Energiekonzerns Gazprom. So wird etwa Altkanzler Gerhard Schröder die Siegerehrung vornehmen.
Doch nicht nur personell, auch beim Material wird geklotzt statt gekleckert. Der Yacht Club St. Petersburg hat fünf Swan 60 gekauft, Stückpreis rund drei Millionen Euro. Mit diesen wird die Premiere im Oktober gesegelt. Langfristig soll die Swan 60 als Einheitsklasse etabliert werden.
Die fünf Mannschaften zur ersten Auflage repräsentieren Frankreich, Holland, Russland, Deutschland und Europa. Die beiden letztgenannten Teams werden von den deutschen Profis Thomas Jungblut und Tim Kröger geführt. Für den Sieger der Serie sind 100.000 Euro Preisgeld ausgelobt. Gute Chancen, diese zu gewinnen, dürfte Jungblut haben. Er segelt bereits seit zwei Jahren im Mittelmeer auf der Swan 60 „Emma“. Beim Preisgekld relativiert er jedoch: "Falls wir es gewinnen, wird es durch alle Crewmitglieder geteilt, und das sind bei uns 16."
Der Kurs ist an den Verlauf der Gaspipline angelehnt. Start ist in St. Petersburg am 18. Oktober, erstes Ziel Helsinki. Dort bleibt die Flotte für drei Tage und segelt Matchraces. Am 22. Oktober ist Start nach Gotland mit einem Kurzstopp in Visby, bevor es ins Ziel nach Greifswald geht. Insgesamt sind rund 750 Seemeilen zu segeln. Im kommenden Jahr soll der Start bereits im September erfolgen.










