Jules Verne Trophy
Mit Karacho in die „falsche” Richtung
40 Tage und ebenso viele Nächte sind für „Banque Populaire V” bei der Jules Verne Trophy rum, und es riecht immer stärker nach einem neuen Fabelrekord, auch wenn derzeit nicht der optimale Kurs anliegt. „Unsere Führung gegenüber dem derzeitgen Rekordhalter („Groupama 3”, Anm. d. Red.) beträgt am 40. Tag 2.000 Meilen”, bloggte der britische Segler Brian Thompson von Bord des Trimarans. Zum Zeitpunkt des Berichts lag Antigua querab, und bis zum Ziel in Ouessant waren’s nur noch zirka 2.500 Meilen. Wenn nichts schiefgeht und der Wind passt, könnte „Banque Populaire” sogar die 45-Tage-Schallmauer unterbieten.
Am Kompass lag gestern allerdings Kurs Nordwest Richtung Boston an, der zwar etliche Extrameilen mit sich bringt, aber auch um das windschwache Azorenhoch führen soll. Es gelte, so Thompson, ein Tiefdrucksystem mitzunehmen, mit dessen Starkwind man die zusätzlich gesegelte Distanz mehr als wettmachen könne. Im Moment schaut's gut aus: „An Deck herrschen angenehme Bedingungen, mit 28 Knoten Windgeschwindigkeit bei einem wahren Einfallswinkel von 120 Grad mit dem Stagsegel und einem Reff im Groß”, schreibt Thompson. „Die Sonne scheint, und es ist eine wahre Freude, das Boot bei 30 bis 40 Knoten Speed zu steuern.”
Um diese Leistung besser einschätzen zu können, seien zwei Vergleichsdaten in Erinnerung gerufen: „Groupama 3” stand nach 40 Tagen noch vor der nördlichen Küste Brasiliens, etwa auf der Höhe von Salvado. Und „Cheyenne”, die mit Steve Fossett im Jahr 2004 mit 58 Tagen einen Jules-Verne-Rekord aufgestellt hatte, rundete nach 40 Tagen gerade mal Kap Hoorn.
Die Teamseite, der Tracker und der Blog von Brian Thompson.










