Transatlantik
Mit "Hugo Boss" auf Rekordjagd
Der Brite ist gestern in New York vor Ambrose Lighthouse gestartet und mittlerweile mit einem Schnitt von über 20 Knoten gut unterwegs. Rund 580 Meilen hat er in den ersten 40 Stunden geschafft. Bis zur Zielmarke vor Lizard Point an der Südwestküste von Cornwall sind es rund 2800 Seemeilen. Zum Auftakt rechnet sein Team mit guten Bedingungen, gegen Ende des Rekordversuchs soll das Wetter allerdings instabiler werden. "Der Kurzfrist-Wetterbericht sieht gut aus, die erste Hälfte sollte ich im Rekordbereich segeln können. Aber wenn ich mich Irland für die zweite Hälfte nähere, wird es nicht so ideal. Es wird hart werden!", twitterte er von Bord.
Die Bestmarke von Bernard Stamm ist zehn Jahre alt, damals noch mit seiner "Armor Lux", später "Cheminées Poujoulat" aufgestellt. Seitdem ist der Rekord etwas in Vergessenheit geraten, da diverse Einhand-Versuche mit den großen Multihulls ("Sodebo", "Idec") für mehr Aufsehen gesorgt haben. Thomson nutzt die Atlantik-Überquerung als Trainingseinheit für die Vendée Globe, die am 10. November startet. Zuvor hatte er Sponsoren-Verpflichtungen in New York wahrgenommen. Da offenbar nicht die Zeit blieb, ein perfektes Wetterfenster abzuwarten, könnte es trotz des neueren, deutlich schnelleren Bootes schwierig werden, den Rekord zu knacken. Stamm war damals einen Schnitt von 19,5 Knoten gefahren.
Thomsons "Hugo Boss" ist die alte "Veolia", Ex-"BT" von Roland Jourdain, ein Farr-Design von 2007. Das Boot gilt als noch immer recht konkurrenzfähig, immerhin schaffte Thomson zusammen mit Guilliermo Altadill zuletzt mit dem Open 60 einen zweiten Platz beim Transat Jacques Vabre.










