Minitransat

Miniflotte maximal verweht

01.11.2013 Tatjana Pokorny, Fotos: Jacques Vapillon/Minitransat 2013 - Erst 16 Tage Startverschiebung, dann Abbruch der ersten Etappe: Das Minitransat ächzt unter den schweren Herbststürmen. Fortsetzung folgt

Minitransat 2013
Fotograf: © Jacques Vapillon/Minitransat 2013

Harter Weg zum Ziel: Das Minitransat 2013 entpuppt sich als Dauerherausforderung für Teilnehmer und Veranstalter

Geduld scheint die wichtigste Tugend in diesen Wochen für die Teilnehmer am Langstreckenklassiker Minitransat. Das gilt ebenso für den nach Kielverlust ausgeschiedenen und an Bord seines rettenden deutschen Frachters feststeckenden deutschen Skipper Henrik Masekowitz wie auch für den Rest der Flotte der Einhand-Steuerleute.

Minitransat 2013
Fotograf: © Jacques Vapillon/Minitransat 2013

Düstere Bilder gab es schon im Starthafen

Nachdem sie angesichts zu stürmischer Winde zunächst 16 Tage lang auf den ersten Startschuss warten mussten und dann endlich ins Rennen gehen durften, hat die Wettfahrtleitung nun die erste Etappe nach nicht einmal drei Tagen aufgrund des schweren Wellengangs und weiterer drohender Stürme doch wieder abbrechen müssen. Der schwere Ritt durch die Biskaya ließ nicht nur Masekowitz' Träume platzen, sondern kostete auch den Amerikaner Jeffrey MacFarlane den Mast seines Bootes.

Minitransat 2013
Fotograf: © Jacques Vapillon/Minitransat 2013

Wie ein Symbol der Hoffnung begrüßt ein Regenbogen das Begleitschiff "PSP Cormoran" in der aufgewühlten Biskaya

Der ursprünglich ausgeschriebene Kurs von Douarnenez über 1.257 Seemeilen nach Lanzarote ist damit jetzt schon Geschichte. Nach Abbruch der ersten von zwei Etappen haben viele Teilnehmer im Hafen von Sada festgemacht. Die Mehrheit der noch weiter zurückliegenden Boote dagegen lief den quer zum Wind sicherer erreichbaren Hafen von Gijon an. Sobald die Wettfahrtleitung ein vernünftiges Wetterfenster für die vergleichsweise kleinen Serienboote und Prototypen ausmachen kann, soll die erste Etappe vor Sada mit Kurs auf Lanzarote noch einmal neu gestartet werden. Leidtragende sind die Spitzenreiter vom Auftakt, deren Leistungen mit dem Abbruch wertlos geworden sind.

Minitransat 2013
Fotograf: © Jacques Vapillon/Minitransat 2013

Gemütlich ist anders: Das Minitransat 2013 stellt seine Teilnehmer vor immer neue Mammutaufgaben

"In diesem Jahr hat die Biskaya ohne Zweifel gewonnen", hieß es in einer Pressemitteilung der Veranstalter, die sich zugunsten der Sicherheit ihrer Teilnehmer erneut der höheren Gewalt und den ersten heftigen Herbststürmen beugen mussten. Damit haben sie offenbar alle Hände voll zu tun, denn der Informationsstrom fließt nur tröpfchenweise. Eineinhalb Tage nach seinem Kielverlust gibt es immer noch keine konkreten Angaben zum weiteren Verlauf der unfreiwilligen Reise von Henrik Masekowitz und auch keine offiziellen Angaben zum Verbleib seines Bootes, das am Donnerstag den Kiel verloren hatte.

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